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12.10.2012

04:05 Uhr

IWF-Tagung

Schäuble will „das Unverständnis“ an den Finanzmärkten ausräumen

Kurz vor Beginn der IWF-Tagung in Tokio hat Finanzminister Schäuble die Ratingagentur S&O für die Herabstufung Spaniens kritisiert. Bundesbankpräsident Weidmann warnte vor einer Politik mit der Notenpresse.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann (r. ) mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). dapd

Bundesbankpräsident Jens Weidmann (r. ) mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

TokioBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Herabstufung der spanischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) kritisiert.

Die Entscheidung basiere auf einem Missverständnis, das durch „die Schaffung unrealistischer oder unzutreffender Erwartungen“ auf den Finanzmärkten geschürt worden sei, sagte Schäuble am Freitag in Tokio vor der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank.

S&P hatte die Senkung der Bonitätsnote der viertgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone von „BBB+“ auf „BBB-“ unter anderem mit Zweifeln an der Bereitschaft in Europa begründet, die spanischen Bankschulden zu vergemeinschaften. Hintergrund sind Pläne für eine europäische Bankenaufsicht, die Voraussetzung für eine direkte Rekapitalisierung maroder Banken in Euroländern durch den Rettungsfonds ist.

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Die angestrebte Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte jedoch im Januar 2013 noch nicht komplett stehen. Dies sorgt an den Märkten für Verunsicherung.

Die IWF-Jahrestagung soll nach den Worten Schäubles auch dazu dienen, „das Unverständnis“ an den Finanzmärkten weiter auszuräumen. „Wir werden sehr intensiv erklären, was wir machen, warum wir es machen und warum wir es nicht machen.“

Seinem Eindruck nach hätten die Teilnehmer des Treffens „sehr positiv zur Kenntnis genommen, dass wir in Europa erhebliche Fortschritte gemacht haben“ bei der Überwindung der Krise.

Schäuble und Bundesbankpräsident Jens Weidmann hatten am Donnerstag an den Beratungen der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden westlichen Industrieländer (G7) teilgenommen. Auch Weidmann sagte, Botschaft dieser IWF-Tagung sei, dass der wirtschaftliche, marktgetriebene Anpassungsprozess im Euro-Raum in Gang gekommen sei. Man stehe erst am Anfang, es gebe aber Erfolge.

Die Leistungsbilanz- sowie die Haushaltsdefizite in Problemländern seien gesunken. Der Leistungsbilanzüberschuss der Exportnation Deutschland wiederum habe sich seit dem Höchststand im Jahr 2007 bis Ende 2011 halbiert, sagte der Bundesbank-Chef mit Blick auf die Debatte zum Abbau globaler Ungleichgewichte.

Kommentare (9)

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Euro-Payer

12.10.2012, 04:56 Uhr

Kann nicht mal jemand das Unverständnis in der Politik ausräumen und all diese Versager nachhause schicken?

Funin

12.10.2012, 06:19 Uhr

Seit über 10 Jahren, seite EURO-Start sehen diese "Ärzte" tatenlos zu wie der EURO-"Patient" von Anfang an dahinsiecht, und jetzt soll iregnd jemand glauben dass diese Kurpfuscher den todkranken Patienten heilen könneN und werden?

Man mache es wie im Altertum: Stirbt der Patient, stirbt auch der Arzt.

Roger13

12.10.2012, 07:34 Uhr

Weidmann und Schäuble verkaufen weiter deutsche Interessen.Die internationale Finanzmafia verlangt die Bankenunion und damit Zugriff auf 2 Billion Spareinlagen.Nur darum geht es.Der IWF macht natürlich mit und behauptete ohne dieses Opfer geht die Finanzwelt unter.

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