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12.09.2016

20:24 Uhr

Jacob Zuma und seine Privatresidenz

Südafrikas Präsident zahlt 500.00 Euro an Staatskasse zurück

Im Skandal um seine Privatresidenz zahlt der südafrikanische Präsident Jacob Zuma 500.000 Euro an die Staatskasse zurück. Um das Geld zurückzahlen zu können, musste er seinen Besitz beleihen.

Demonstrationen in Südafrika

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Demonstrationen in Südafrika: Sambaproteste und Parolen gegen den Präsidenten

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JohannesburgDer südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat im Skandal um seine luxuriöse Privatresidenz umgerechnet knapp 500.000 Euro Steuergelder an die Staatskasse zurückgezahlt. Der Staatschef habe die entsprechende Anweisung des Verfassungsgerichts befolgt, teilte das Präsidialamt mit. Zuma habe für die Zahlung seinen Besitz beliehen.

Zumas Privatresidenz in seinem Heimatort Nkandla in der südöstlichen Provinz KwaZulu-Natal ist zur Chiffre für Bereicherung und Korruption ehemaliger Anti-Apartheidskämpfer an den Schalthebeln der Macht geworden.´

Die Gesamtkosten der Renovierung wurden 2014 auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Die Regierung hatte erklärt, die aufwändigen Arbeiten – unter anderem der Bau eines Schwimmbads, einer Privatklinik, eines Amphitheaters und eines Hühnerstalls – seien zur Sicherheit des Staatsoberhaupts erforderlich gewesen und damit Zuma zu Hause ausländische Staatsgäste empfangen könne.

Der südafrikanische Präsident hat im Skandal um seine Residenz eine halbe Million Euro an die Staatskasse zurückgezahlt. AFP; Files; Francois Guillot

Jacob Zuma

Der südafrikanische Präsident hat im Skandal um seine Residenz eine halbe Million Euro an die Staatskasse zurückgezahlt.

Das Verfassungsgericht hatte Ende Juli aber nach langem juristischen Gezerre entschieden, dass Zuma die Renovierung seiner Privatresidenz zu Teilen selbst bezahlen müsse. Zuvor hatte das Schatzamt die Kosten für Renovierungsarbeiten, die nicht der Sicherheit des Präsidenten dienten, auf knapp 500.000 Euro geschätzt.

Schon seit Jahren ist Zuma, der von 1963 bis 1973 zusammen mit dem ANC-Freiheitshelden und späteren Staatspräsidenten Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert war, dem Vorwurf der Verschwendung ausgesetzt. Der Präsident ist angesichts der grassierenden Arbeitslosigkeit und anhaltenden sozialen Ungleichheit zunehmend umstritten, bei der Kommunalwahl Anfang August erlitt sein Afrikanischer Nationalkongress (ANC) herbe Verluste.

Von

afp

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