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28.02.2011

10:54 Uhr

Jährliches Großmanöver

Nordkorea bedroht USA und Südkorea

Durch den Beginn des jährlichen Großmanövers droht Südkorea eine militärische Reaktion durch das kommunistische Nordkorea. Man werde Seoul in ein "Flammenmeer" verwandeln, so hieß es in einer Erklärung.

Touristen in Paju nahe Seoul: Das jährliche Großmanöver ist für Nordkorea Grund zu massiven Drohungen. Quelle: Reuters

Touristen in Paju nahe Seoul: Das jährliche Großmanöver ist für Nordkorea Grund zu massiven Drohungen.

SeoulDie Streitkräfte der USA und Südkoreas haben ihr regelmäßig von Nordkorea kritisiertes jährliches Großmanöver begonnen. Die Militärübungen „demonstrieren unsere gegenseitige Verpflichtung, die Republik Korea (Südkorea) zu verteidigen“, teilte das gemeinsame Truppenkommando (CFC) am Montag in Seoul mit. Das kommunistische Nordkorea hatte die Übungen wie üblich als Vorbereitungen zu einem Angriff kritisiert und mit einem „umfassenden Krieg“ gedroht, sollte es sich provoziert fühlen.

Bei dem elftägigen Manöver in Südkorea handelt es sich um eine Kombination der Übung „Key Resolve“ zur Kommandoschulung und des Feldmanövers „Foal Eagle“. Der Zeitraum für die Feldübungen soll den Angaben des CFC zufolge bis zum 30. April ausgedehnt werden. An den Übungen sollen etwa 13.000 US-Soldaten und 200.000 südkoreanische Soldaten teilnehmen.

„Falls die Aggressoren Provokationen für einen „lokalen Krieg“ starten, wird die Welt Zeuge einer uneingeschränkten Gegenreaktion ohne Beispiel auf Seiten der Armee und der Bevölkerung der Volksrepublik (Nordkorea) sein“, hatte es am Sonntag in einer Erklärung des nordkoreanischen Militärs geheißen. Seoul werde dann in ein „Flammenmeer“ verwandelt. Zuvor hatte Nordkorea mit dem Beschuss von Grenzgebieten in Südkorea gedroht, sollte die südkoreanische Armee weiter anti-nordkoreanisches Propagandamaterial mit Ballons über die Grenze schicken.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich durch den Beschuss einer grenznahen sükoreanischen Insel im Gelben Meer durch Nordkorea im November deutlich verschärft. Vier Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Kurz nach dem Inselbeschuss hatten Südkorea und die USA ein Seemanöver im Gelben Meer abgehalten. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung gegen Nordkorea stationiert.

Von

dpa

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