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06.07.2013

12:36 Uhr

Jahrelange Verhandlungen

China und Schweiz schließen Handelsabkommen

China und die Schweiz unterzeichnen ein Freihandelsabkommen. Es betrifft Industrie- und Agrarprodukte sowie den Schutz geistigen Eigentums. Davon profitieren schweizer Milchverarbeiter und chinesische Kleiderhersteller.

Ein halbierter Laib Emmentaler-Käse. Auch die Verwendung von Herkunftbezeichnungen wird in dem Abkommen geregelt. ap

Ein halbierter Laib Emmentaler-Käse. Auch die Verwendung von Herkunftbezeichnungen wird in dem Abkommen geregelt.

PekingChina und die Schweiz haben am Samstag ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Chinas Handelsminister Gao Hucheng und der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann setzten in Peking ihre Unterschriften unter den Vertrag, wie staatliche chinesische Medien meldeten.

Vorausgegangen waren zweijährige Verhandlungen. Nach Island ist dies das zweite Freihandelsabkommen Chinas mit einem europäischen Land. Ein Abkommen mit Norwegen soll kurz vor der Unterschriftsreife stehen. Der Handel zwischen China und der Schweiz belief sich im vorigen Jahr nach Schweizer Angaben auf 26,3 Milliarden US-Dollar (rund 20 Mrd. Euro).

Wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda meldete, regelt das Abkommen neben dem Handel von Industriegütern und Agrarprodukten unter anderem die Verwendung von Herkunftbezeichnungen und den Schutz geistigen Eigentums. Auch Arbeitsfragen würden aufgegriffen, mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in China zu verbessern.

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Nach Schweizer Einschätzung werden vor allem die Milchverarbeiter des Landes von dem Abkommen profitieren, auf deren Exporte künftig in China keine Zölle mehr erhoben werden. Auf chinesischer Seite dürften die Kleider- und Schuhhersteller die größten Nutznießer sein.

Die Schweizer Bauern werden dagegen weiterhin geschützt. Gesenkt werden die Zölle für Agrarprodukte, die in der Schweiz nicht angebaut werden und auf Obst und Gemüse außerhalb der Erntesaison in der Schweiz. Die Zölle auf Schweizer Industrieprodukte wie Maschinen, Uhren, Präzisionsinstrumente oder Pharmazeutika werden schrittweise in fünf bis acht, in einigen Bereichen erst binnen 15 Jahren gesenkt.

Die EU beginnt am Montag in Washington Verhandlungen mit den USA über ein Freihandelsabkommen. Daraus könnte die größte Freihandelszone der Welt entstehen. Zuletzt hatten die Vorwürfe der Datenspionage die Atmosphäre zwischen den atlantischen Partnern vergiftet. Nach Angaben des Informanten und Geheimdienst-Spezialisten Edward Snowden haben die USA unter anderem die diplomatischen Vertretungen der EU und auch das EU-Ratsgebäude in Brüssel verwanzt und abgehört.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.07.2013, 16:17 Uhr

Genau so MUSS es auch zwischen der EU und der USA verlaufen: mehrjährige SORGFÄLTIGE Verhandlungen beim "Freihandelsabkommen".
Nicht Hals- über Kopf, wie das derzeit offensichtlich vonstatten geht, weil irgendjemandem die Zeit unter den Nägeln brennt.

WARUM DIESE EILE?
(mal abgesehen davon, daß die USA ja die Position der EU schon gut kennt und wohl auch deren Vertreter mit ihren Dossiers erpressen kann - das beschleunigt das Verfahren natürlich ungemein).

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