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01.06.2017

01:07 Uhr

James Comey

Ex-FBI-Direktor will Vorwürfe gegen Trump bekräftigen

James Comey will wohl in der nächsten Woche vor dem Geheimdienst-Ausschuss des US-Senats aussagen. Das Repräsentantenhauses hat indes Michael Flynn vorgeladen. Das könnte für US-Präsident Trump ungemütlich werden.

Der US-Präsident hatte Comey Anfang Mai gefeuert. dpa

James Comey

Der US-Präsident hatte Comey Anfang Mai gefeuert.

WashingtonDer kürzlich entlassene FBI-Direktor James Comey will einem Medienbericht zufolge in der Russland-Affäre erhobene Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump bekräftigen. Comey habe vor, Berichte zu bestätigen, wonach Trump ihn gedrängt haben soll, eine Untersuchung der mutmaßlichen Russland-Kontakte des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn fallenzulassen. Dies meldete der Sender CNN am Mittwoch unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Person. Nach Angaben des Geheimdienstausschuss des Senats soll Comey vor dem Gremium demnächst öffentlich aussagen. CNN zufolge könnte dies kommende Woche der Fall sein.

Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses hat indes im Zuge der Ermittlungen zur Russland-Affäre Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn und den ehemaligen Trump-Anwalt Michael Cohen vorgeladen. Auch an die NSA, das FBI und die CIA wurden Vorladungen ausgestellt, wie am Mittwoch (Ortszeit) bekannt wurde. Mit den Vorladungen kann der Ausschuss die mutmaßlich Beteiligten zu einer Aussage zwingen und Dokumente und Geschäftsunterlagen einfordern.

Trump hatte Comey Anfang Mai gefeuert. Kritiker warfen ihm daraufhin eine versuchte Einflussnahme auf die Russland-Ermittlungen vor. Flynn ist in der Affäre eine der Schlüsselfiguren. Mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob Russland im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten Trumps mitgemischt hat und ob es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland gab. Trump und seine Berater haben solche Absprachen wiederholt dementiert, ebenso die russische Regierung.

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