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28.04.2015

20:17 Uhr

Japan und USA

Schulterschluss laut Obama nicht gegen China gerichtet

Mit dem „Asia Pivot“ wollen die USA ihren Einfluss in Asien ausbauen. Damit das gelingt, übt Washington mit Tokio den Schulterschluss. China haben die Staaten dabei genau im Blick – provozieren wollen sie aber nicht.

US-Präsident Barack Obama empfing Abe im Weißen Haus mit militärischen Ehren. Obama bezeichnete Japan als einen der „engsten Verbündeten“ der USA. ap

Barack Obama und Shinzo Abe

US-Präsident Barack Obama empfing Abe im Weißen Haus mit militärischen Ehren. Obama bezeichnete Japan als einen der „engsten Verbündeten“ der USA.

WashingtonDer Schulterschluss der USA mit Japan ist nach Aussage von US-Präsident Barack Obama nicht gegen China gerichtet. „Wir glauben nicht, dass ein starkes US-japanisches Bündnis als Provokation gesehen werden sollte“, sagte Obama nach einem rund zweistündigen Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe im Weißen Haus. Die Partnerschaft sei nicht nur gut für Washington und Tokio, sondern auch für den Rest der Welt.

Ein „friedlicher Aufstieg“ Chinas sei zu begrüßen, sagte Obama, es gebe aber konkrete Probleme wie den Inselstreit im Ostchinesischen Meer. Die USA stünden weiterhin hinter dem japanischen Anspruch auf die Senkaku-Inseln. Am Montag hatten sich die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder bereits auf eine engere militärischen Zusammenarbeit geeinigt.

Zugleich wollen die USA und Japan wollen sich entschieden gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen einsetzen. Nordkorea müsse „komplett, nachweisbar und unumkehrbar entnuklearisiert“ werden, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Regierung in Pjöngjang müsse von Provokationen wie Atomwaffentests und dem Abschuss ballistischer Raketen absehen. Die Regierungen sprachen sich auch für die weitere nukleare Abrüstung der USA und Russlands aus.

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Japan und die USA rücken militärisch enger zusammen: Erstmals nach 18 Jahren haben die Staaten ihre Verteidigungsrichtlinien geändert. Die Maßnahme könnte mit Blick auf Nordkorea wie auch China vorangebracht worden sein.

US-Präsident Barack Obama empfing Abe im Weißen Haus mit militärischen Ehren. Obama bezeichnete Japan als einen der „engsten Verbündeten“ der USA. Anschließend begaben sich Obama und Abe zu einem Gespräch in das Oval Office zurück.

Auch das transpazifische Freihandelsabkommen TPP stand beim Treffen im Oval Office auf der Agenda, von dem sich beide Seiten wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze erhoffen. Ziel ist der Abbau von Zöllen sowie Regeln und Normen für den Handel. „Es gibt viele japanische Autos in Amerika, und ich will mehr amerikanische Autos in Japan sehen“, sagte Obama.

Am Abend war ein Dinner mit Michelle Obama und Abes Frau Akie sowie US-Vizepräsident Joe Biden und dessen Frau Jill geplant. Am Mittwoch will Abe eine Rede vor dem versammelten US-Kongress halten. Auch dort dürfte es um das Freihandelsabkommen TPP gehen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Herr Walter Gerhartz

29.04.2015, 09:44 Uhr

Schulterschluss ist gut....die werden dazu genau so gezwungen wie man Europa zur Gegnerschaft mit Russland gezwungen hat !!!

Wer was Anders glaubt ist hoffnungslos naiv !!

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/19174-Weltbrandstifter-Europa-angekommen.html

Herr Walter Gerhartz

29.04.2015, 09:53 Uhr

Was steht hin­ter der Kriegshetze der deutschen Medien?

Sel­ten zuvor waren die Medien in Deutsch­land der­art gle­ichgeschal­tet. Zwei Wochen nach­dem der ukrainis­che Präsi­dent Vik­tor Janukow­itsch mith­ilfe bewaffneter faschis­tis­cher Ban­den aus dem Amt gejagt wurde, sind sie ein­hel­lig auf den Kon­fronta­tion­skurs der deutschen und amerikanis­chen Regierung mit Rus­s­land eingeschwenkt.

Kri­tis­che Stim­men gibt es kaum noch. Im Gegen­teil, die Zeitun­gen über­bi­eten sich gegen­seitig darin, den Kon­flikt anzuheizen und von der Bun­desregierung ein härteres Vorge­hen gegen Putin zu ver­lan­gen. Die Süd­deutsche fordert „Dro­hun­gen und Strafen“ statt „Gespräche“, während die Frank­furter All­ge­meine die „freie Welt“ aufruft, zu den „Mit­teln der Abschreck­ung“ zu greifen. (Siehe: „Kriegspro­pa­ganda in den deutschen Medien“)

Die Medien bedi­enen sich dabei Ver­drehun­gen und Lügen, die an Goebbels Pro­pa­gan­dat­e­ch­niken erinnern.

So ver­harm­losen oder ver­schweigen sie die Rolle mil­i­tan­ter Faschis­ten beim Umsturz in Kiew ebenso, wie die Präsenz dreier faschis­tis­cher Min­is­ter in der neuen, von der EU gestützten Regierung. Dabei unter­hält die Partei Swo­boda, der die drei ange­hören, enge Verbindun­gen zur deutschen NPD, zur ungarischen Job­bik, zum franzö­sis­chen Front National und zu anderen neo­faschis­tis­chen Parteien Europas.

Es ist höch­ste Zeit, dieser Entwick­lung ent­ge­gen­zutreten, die die heutige junge Gen­er­a­tion mit ähn­lichen Katas­tro­phen bedroht, wie sie ihre Urgroßväter zwis­chen 1914 und 1945 erlebten. Das erfordert eine poli­tis­che Per­spek­tive, in deren Mit­telpunkt der Kampf für soziale Gle­ich­heit, die inter­na­tionale Ein­heit der Arbeit­erk­lasse und die Abschaf­fung des kap­i­tal­is­tis­chen Sys­tems ste­hen, das der Men­schheit nichts zu bieten hat außer sozialem Nieder­gang und Krieg.

http://​www​.wsws​.org/​d​e​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​2​0​1​4​/​0​3​/​1​2​/​p​e​r​s​-​m​1​2​.​h​t​m​l

Herr Walter Gerhartz

29.04.2015, 09:58 Uhr

RUSSISCHE BIKER IN POLEN GESTOPPT !?!?
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Kämen Amerikaner oder Engländer oder Franzosen mit ihren Bikes um dem 2. WK oder Ähnlichem zu gedenken, wäre das natürlich überhaupt kein Problem !?!?
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Warum ist man so intolerant gegen Russland...warum auf allen Gebieten Hetze und miese Stimmung ??
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Natürlich...weil die Herren aus Übersee das so wollen...und deshalb gehen auch die EU-Regeirungschefs nicht am 9-. Mai auf die Siegesfeier nach Moskau.
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Man denke an den Tschechischen Präsidenten Zeman, der von den USA bearbeitet wurde bis er dann doch nicht mehr nach Moskau fuhr......DAS IST WAHRE DEMOKRATIE !!!

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