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23.01.2017

12:39 Uhr

Japans Kaiser

Experten tendieren zu Sondergesetz für Abdankung

Er ist alt, und er möchte offenkundig nicht mehr oberster Repräsentant seines Landes sein. Wird Japan seinem Kaiser Akihito eine Abdankung ermöglichen? Und dessen Nachfolgern gleich mit?

Der gesundheitlich angeschlagene Monarch hat angedeutet, in den kommenden Jahren abdanken zu wollen. dpa

Japans Kaiser Akihito

Der gesundheitlich angeschlagene Monarch hat angedeutet, in den kommenden Jahren abdanken zu wollen.

TokioFür Japans Kaiser Akihito (83) rückt die Erfüllung seines offenkundigen Wunsches nach Abdankung näher. Ein Expertengremium der Regierung weist in einem Zwischenbericht auf die Vorzüge eines Sondergesetzes hin, das dem Monarchen eine Abdankung ermöglichen würde, wie Medien berichteten.

Akihito hatte im vergangenen August in einer seltenen Video-Botschaft deutlich zu erkennen gegeben, angesichts seiner nachlassenden Kräfte irgendwann abdanken zu wollen. Hierzu muss jedoch zunächst die derzeit geltende Rechtslage geändert werden. Akihitos Sohn, Kronprinz Naruhito (56), würde seinem Vater auf den Thron folgen. Laut Medien könnte Akihitos Abdankung bereits an seinem 85. Geburtstag im Dezember 2018 erfolgen.

Die rechtskonservative Regierung hatte ein Gremium aus Fachleuten einberufen, das sich seither mit der Frage der Modalitäten für eine solche Abdankung befasst. Dabei geht es unter anderem darum, ob nur Akihito dies per Sondergesetz ermöglicht werden soll oder fortan grundsätzlich allen Monarchen durch eine Änderung des Haushofgesetzes. In ihrem Zwischenbericht, der am Montag vorgelegt wurde, legen sich die Experten in dieser Frage zwar nicht fest, halten eine Revision des Haushofgesetzes jedoch laut Medien für komplizierter und zeitaufwendiger. Damit tendierten sie zu einem Sondergesetz, was auch die Regierung befürwortet. Einige Oppositionsparteien bestehen jedoch darauf, Kaisern grundsätzlich eine Abdankung zu ermöglichen.

Die Expertenmeinungen sollen als Grundlage für die nun anstehenden Debatten im Parlament dienen. Sobald das Expertengremium einen abschließenden Bericht vorgelegt hat, plant die Regierung Medien zufolge, dem Parlament im April einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Sollte die Politik Akihitos Wunsch am Ende nachkommen, wäre er der erste japanische Kaiser seit rund 200 Jahren, der abdanken würde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.01.2017, 14:44 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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