Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.08.2015

13:42 Uhr

Japans Kriegsschuld

Shinzoe Abe bekennt sich zu Entschuldigungen

Mit Spannung wurde Shinzo Abes Rede zum 70. Jahrestages des Kriegsendes erwartet. Japans Ministerpräsident hat sich in der Ansprache zu den Entschuldigungen des Landes bekannt. Er will den Friedenskurs beibehalten.

Umstrittene Gesetzesänderung

Japan: Erstmals seit 1945 ändert sich Verteidigungspolitik

Umstrittene Gesetzesänderung : Japan: Erstmals seit 1945 ändert sich Verteidigungspolitik

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

TokioJapan hat sich nach den Worten des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe mehrfach für seine kriegerische Vergangenheit entschuldigt. „Japan hat wiederholt Gefühle der tiefen Reue und eine von Herzen kommende Entschuldigung für seine Taten während des Krieges zum Ausdruck gebracht“, sagte Abe in einer Erklärung zum 70. Jahrestages des Kriegsendes. Diese Position früherer Kabinette „wird unerschütterlich in die Zukunft hinein bleiben“, sagte Abe.

Seine Worte waren weltweit, insbesondere in Japans früheren Opferstaaten China und Südkorea, mit Spannung erwartet worden. Kritiker warnten im Vorfeld, eine Verwässerung früherer Entschuldigungen für Japans Aggressionen und Kolonialherrschaft würden die Spannungen mit den Nachbarn verschärfen.

Basierend auf tiefer Reue wegen des Kriegs habe sich Japan zu einem freien und demokratischen Rechtsstaat entwickelt und beständig gelobt, nie wieder Krieg zu führen. In „leisem Stolz“, 70 Jahre lang den Weg als „friedliebende Nation“ gegangen zu sein, bleibe Japan entschlossen, von diesem Kurs niemals abzukommen.

70 Jahre Hiroshima: Amerika und sein Alptraum

70 Jahre Hiroshima

Amerika und sein Alptraum

Die USA haben 1945 den ersten Atombombenangriff gestartet. 70 Jahre später ist das Land uneinig wie nie, ob die Atomschläge gegen Japan kriegsentscheidend und damit unabwendbar waren. Die Zahl der Zweifler wächst.

„Wir dürfen es nicht unseren Kindern, Enkeln und zukünftigen Generationen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben, überlassen, sich zu entschuldigen“, heißt es in seiner Erklärung weiter. Zugleich sagte der rechtskonservative Politiker, er werde „mehr als jemals zuvor“ zum globalen Frieden beitragen. Das japanische Parlament berät derzeit abschließend Sicherheitsgesetze, die Japan erstmals seit Kriegsende Militäreinsätze an der Seite der USA im Ausland ermöglichen würden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×