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05.10.2011

15:20 Uhr

Jaroslaw Kaczynski

Steinbach sei eine unerwünschte Person

Gewinnt der polnische Oppositionsführer die Wahl, will er Steinbach zu einer unerwünschten Person in Polen erklären lassen. Außerdem kündigte er in einem Interview einen härteren Kurs gegen Bundeskanzlerin Merkel an.

Jaroslaw Kaczynski will am kommenden Sonntag die Wahl gewinnen. Reuters

Jaroslaw Kaczynski will am kommenden Sonntag die Wahl gewinnen.

WarschauDer polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski will im Falle eines Wahlsiegs einen härteren Kurs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel fahren. Das kündigte er in seinem gerade erschienenen Buch und einem Interview an. Die deutsche Vertriebenen-Politikerin Erika Steinbach will er gar zur unerwünschten Person in Polen erklären lassen. „Frau Steinbach darf nicht nach Polen gelassen werden, so lange sie sich verhält, wie sie sich verhält“, sagte der Vorsitzende der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in einem Interview mit der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Vor den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag hat PiS in jüngsten Umfragen im Vergleich zur liberalkonservativen Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk aufgeholt. Beide Parteien liegen nur noch wenige Prozentpunkte voneinander in der Wählergunst. Im PAP-Interview betonte Kaczynski, unter einer PiS-Regierung werde es im deutsch-polnischen Verhältnis keine „sanfte Unterordnung“ Polens geben. „Wir sind für die

bestmöglichen deutsch-polnischen Beziehungen, aber auf Grundlage von Anstand, auch historischem Anstand“, sagte Kaczynski, der in seinem gerade veröffentlichten Buch „Das Polen unserer Träume“ behauptet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel unter „nicht ganz sauberen Umständen“ an die Macht gekommen sei. Merkel wolle eine Großmachtstellung Deutschlands wieder herstellen, heißt es in dem Buch weiter.

Es müsse in Polen ein Museum über die deutschen Verbrechen in Polen während des Zweiten Weltkrieges geben, sagte er. Auch ein Museum der Westgebiete solle unter einer PiS-Regierung entstehen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Komplexe_satt

05.10.2011, 15:51 Uhr

Ich hoffe doch dieser arme Mann ist in Behandlung?

Account gelöscht!

05.10.2011, 16:07 Uhr

Der zweite Kacynski kann sich zumindest auf Westerwelle verlassen der sicher schon aufgeregt ist wieder einen
dominanten Polnischen Führer dienen zu dürfen. Aber wie sein Bruder muss auch er wieder an Orten der Vergangenheit.

Einweckglas

05.10.2011, 16:45 Uhr

Hahahaha...den Polen ist wirklich nicht zu helfen. Polemik pur....und unfreiwillige Komik scheinen dort die Volksvertreter auszuzeichnen...Na...der Wodka wird es richten!

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