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16.03.2017

10:46 Uhr

Jean Asselborn

Niederlande-Wahl Rückschlag auch für Le Pen und AfD

Luxemburgs Außenminister Asselborn sieht in dem niederländischen Wahlergebnis ein Signal für die Wahlen in Frankreich. Die Menschen wollten nicht in den Schlamassel des 20. Jahrhunderts zurückgeführt werden.

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BrüsselLuxemburgs Außenminister Jean Asselborn sieht den Ausgang der Niederlande-Wahl als Schlappe auch für Rechtspopulisten in Deutschland und Frankreich. „Das zeigt, dass es keinen Freifahrtschein für die gibt, die Europa kaputt machen wollen“, sagte Asselborn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Menschen wollen nicht in den Schlamassel des 20. Jahrhunderts zurückgeführt werden.“

Stärkste Kraft in den Niederlanden wurden – anders als zeitweise erwartet – die Rechtsliberalen von Ministerpräsident Mark Rutte. Die Niederländer hätten dem Wahlkampf des Rechtspopulisten Geert Wilders gegen Europa eine klare Absage erteilt, sagte Asselborn. „Das Ergebnis in den Niederlanden ist Gold wert auch für die Wahl in Frankreich.“

In Frankreich wird im April und Mai in zwei Wahlgängen die Nachfolge von Präsident François Hollande bestimmt. Die europafeindliche Rechtspopulistin Marine Le Pen dürfte zumindest in die Stichwahl kommen. Da Le Pen und Wilders ideologisch nahe beieinander seien, entspreche der Wahlausgang in den Niederlanden einer Absage an alle, die ihre eigene Nation nach dem Motto „America first oder Frankreich first“ über andere stellten.

Dass die Chefin der fremdenfeindlichen Front National in der ersten Runde 25 bis 30 Prozent der Stimmen erhalte, hält Asselborn für „unausweichlich“. „Das Problem ist, wenn es darüber hinaus geht“, sagte er.

Die Niederlande in Zahlen

Einwohner

Knapp 17 Millionen (Stand 2016); etwa 22 Prozent davon mit Migrationshintergrund. Außerdem 488 Einwohner pro Quadratkilometer.

Religion

24 Prozent sind römisch-katholisch, 19 Prozent protestantisch, knapp 6 Prozent muslimisch, etwa die Hälfte Atheisten.

Oberfläche

41 526 Quadratkilometer, davon 18,4 Prozent Wasser (Deutschland rund 357 000 Quadratkilometer). 26 Prozent der Niederlande liegen unter dem Meeresspiegel.

Höchster Punkt

323 Meter hoch, der Vaalserberg in Limburg.

Niedrigster Punkt

-6,7 Meter in Nieuwerkerk aan den IJssel in der Provinz Südholland.

Hauptstadt

Amsterdam; Regierungssitz ist Den Haag.

Staatsoberhaupt

König Willem-Alexander (49), vor allem repräsentative Funktionen; Ehefrau: Königin Máxima (45), drei Töchter.

Regierungschef

Mark Rutte (50), Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD), Koalition mit den Sozialdemokraten (PvdA).

Pro-Kopf-Einkommen

39.956 Euro (2015)

Arbeitslosigkeit

5,3 Prozent (Januar 2017)

Für die Bundestagswahl im September erwartet Asselborn „zwei Volksparteien auf Augenhöhe“, wie er weiter sagte. „Das wird die AfD klein halten.“

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

16.03.2017, 11:00 Uhr

Soso...der Hr Asselborn kennt sich also mit seiner EU Einheitsdiktatur im Europa der Kulturvielfalt aus...die Holländer sind also Franzosen? Wilders ist mit seiner Partei zweitstärkste Kraft in Holland...Rutte muss liefern...EU,EURO,Islam,offene Grenzen, Sozialsystem, Billg jobs, Steuersystem usw.
Liefert Rutte nicht, dann wird seine Partei bei den nächsten Wahlen noch mehr abstürtzen. Die Schwesterpartei der SPD (PvdA) hat es ja bereit erlegt von 38 auf 9 Sitze.

Aber hauptsache die Grün-Linke Trauma-Welt von EU-Deutschland dreht sich weiter.

Herr Bernhard Ramseyer

16.03.2017, 11:20 Uhr

Schon wieder einer der sich in Geographie nicht auskennt, Luxemburgs Außenminister Asselborn:

...."dass es keinen Freifahrtschein für die gibt, die Europa kaputt machen wollen“.

Es geht um die EU nicht um Europa. Nur die EU-Politiker setzen aus bekannten Gründen Europa mit der EU gleich.
Das sollte aber der letzte Hinterwälder verstanden haben.

Herr Bernhard Ramseyer

16.03.2017, 11:21 Uhr

... Hinterwäldler....

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