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23.03.2016

03:47 Uhr

Jemen

USA bombardieren Terrorcamp

US-Kampfbomber haben am Dienstag im Jemen einen Luftangriff geflogen. Das Pentagon geht davon aus, dass dabei Dutzende Kämpfer des Al Kaida-Ablegers AQAP getötet wurden.

Ein Kampfflugzeug der US-Luftwaffe. Ein Einsatz im Jemen richtete sich gegen ein Ausbildungslager für Mitglieder eines Al Kaida-Ablegers. Reuters

US-Bomber

Ein Kampfflugzeug der US-Luftwaffe. Ein Einsatz im Jemen richtete sich gegen ein Ausbildungslager für Mitglieder eines Al Kaida-Ablegers.

Washington/SanaaUS-Kampfbomber haben bei einem Angriff im Jemen nach Pentagon-Angaben "dutzende" Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Wie Pentagonsprecher Peter Cook sagte, nutzten das in einer Bergregion liegende Lager mehr als 70 Terroristen der Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, kurz AQAP.

Zuvor hatten jemenitische Regierungs- und Stammesangehörige gesagt, bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition seien dutzende Menschen getötet oder verletzt worden.

Seit März 2015, dem Beginn der Luftangriffe der sunnitischen arabischen Militärkoalition gegen schiitische Rebellen im Jemen, wurden nach UN-Angaben mehr als 3200 Zivilisten getötet, insgesamt gab es fast 6300 Tote. Die meisten der zivilen Opfer wurden demnach durch Luftangriffe getötet.

Die Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition richten sich gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen hatten. Die Militärkoalition will die Huthi-Rebellen zurückdrängen und Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

Der Bürgerkrieg hat der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel ermöglicht, ihr Einflussgebiet auszubauen und Städte und Regionen unter ihre Kontrolle zu bringen. AQAP-Kämpfer nutzten das herrschende Chaos auch, um tödliche Angriffe in verschiedenen Teilen des armen Landes zu verüben. Unter anderem bekannte die Gruppe sich aber auch zum tödlichen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im vergangenen Jahr.

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