Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.12.2014

14:16 Uhr

Jeroen Dijsselbloem

Eurogruppen-Chef dringt auf Einigung mit Athen

Die Troika-Kontrolleure verhandeln bereits seit September mit Athen, bislang ergebnislos. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem dringt auf eine rasche Einigung. Andernfalls könne es keine weiteren Hilfen geben.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem fordert eine schnelle Einigung zwischen Athen und den Geldgeber-Kontrolleuren. AFP

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem fordert eine schnelle Einigung zwischen Athen und den Geldgeber-Kontrolleuren.

AthenEurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem dringt auf ein rasches Ende der laufenden Troika-Verhandlungen in Griechenland noch vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am kommenden Montag (8. Dezember). Athen und die Geldgeber-Kontrolleure aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) – Troika genannt – haben die seit Monaten laufenden Gespräche über die Sparfortschritte des Eurolandes weiter nicht abgeschlossen.

„Es muss unbedingt eine Einigung zwischen der Troika und Athen in den kommenden Tagen geben“, sagte Dijsselbloom der Athener Zeitung Ta Nea. Andernfalls werde es bei der Sitzung der Euro-Finanzminister in Brüssel keine Unterredungen über weitere Hilfen für das klamme Land geben können.

Die Troika-Kontrolleure verhandeln bereits seit September mit Athen, bislang ergebnislos. Streitpunkt ist die Höhe des Fehlbetrages im Haushalt 2015. Nach Troika-Schätzung klafft eine Lücke von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

Athen hat unter anderem eine Reihe von Einsparungen im Zuge der Rentenreform und die Erhöhung der Mehrwertsteuer in der Hotellerie vorgeschlagen. Die Troika fordere jedoch weitere Maßnahmen, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen. Das Rettungsprogramm der EU läuft Ende des Jahres ab. Im Gespräch ist eine daran anschließende vorbeugende Kreditlinie für Griechenland.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Frauke Müller

03.12.2014, 14:42 Uhr

Die "Hilfen" werden wie immer alternativlos kommen.

So geht das noch bis zum Jahr 2023 (Ende des Euros)

Herr Ragin Allraun

03.12.2014, 15:26 Uhr

Alles, aber auch alles was die Bundesregierung, als auch der Bundestag diesbezüglich machen ist uneingeschränkt Volksverrat, verunglimpfung und vor allem Veruntreuung.

Und damit kriminell !

Herr Teito Klein

03.12.2014, 20:05 Uhr

Neues Geld für Griechenland
-----------
Griechenland ist und bleibt ein Fass ohne Boden.
Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
Bisher hatte Griechenland zwei "Hilfspakete" in Höhe von 240 Milliarden Euro erhalten. Aber es handelte sich ja "nur" um Bürgschaften, welche "nie" gezogen werden, sagten Merkel, sagte Schäuble. Und Griechenland wird diese natürlich bis auf den letzten Cent zurückzahlen.
Griechenland ist "auf einem guten Weg", sagt Schäuble.

Und dann hat Griechenland auch noch einen Schuldenschnitt von 100 Milliarden Euro erhalten.
Aber der Schuldenstand ist weiter gestiegen!

Wir schreiben das Jahr 2050
Griechenland erhält "alternativlos" das 200. "Rettungspaket". Alle Griechen werden nach ihrem Schulbesuch sofort "verbeamtet" und in Pension geschickt. Als Pension erhalten sie dann 5.000? netto (Steuern kennen die Griechen ja nicht) mit einer jährlichen Zuwachsrate von 10%.

Die Deutschen arbeiten dann bis 85 und erhalten nur noch eine Mindestrente von 200€, zahlen 60% Steuern und neue Abgaben wurden "erfunden". (z.B. der "Griechensoli").

Schöne neue Welt, bisher gab/gibt es das nur in "Endzeit-Filmen".

"Im besten Fall sind lediglich die Milliarden weg, die Deutschland für die übrigen Euro-Länder und die mögliche Stützung des eigenen Bankensystems zur Verfügung stellen muss. Im schlimmsten Fall droht eine umfassende Euro-Krise, die auch die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen würde.

Griechenland ist eben ein Fass ohne Boden! Aber wie sagte schon das Merkel: "Wir - gemeint ist der Steuerzahler - werden den Euro retten, und koste es was es wolle!"

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×