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07.10.2015

21:34 Uhr

Jerry Brown

Kaliforniens Gouverneur setzt Klimaschutzgesetz in Kraft

Jerry Brown setzt seinem Bundesstaat ein ehrgeiziges Ziel vor: Der Gouverneur hat ein Gesetz unterzeichnet, wonach die Hälfte des Stroms in Kalifornien bis 2030 aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden muss.

Windmühlenpark im US-Bundesstaat Kalifornien: Das von Gouverneur Brown unterschriebene Gesetz sieht vor, dass bis 2013 der Strom in Kalifornien aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden muss. dpa

Windmühlen

Windmühlenpark im US-Bundesstaat Kalifornien: Das von Gouverneur Brown unterschriebene Gesetz sieht vor, dass bis 2013 der Strom in Kalifornien aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden muss.

Los AngelesKaliforniens Gouverneur Jerry Brown hat am Mittwoch ein ehrgeiziges Gesetz zur umweltschonenden Energiegewinnung in Kraft gesetzt. Danach soll bis 2030 die Hälfte des Stroms in dem US-Staat aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Zudem soll die Energie in bereits bestehenden Gebäuden in 15 Jahren doppelt so effizient genutzt werden wie heute.

„Das Ziel ist klar und Kalifornien liegt an der Spitze“, sagte Brown bei der Unterzeichnung des Gesetzes in Los Angeles. Seine Vorgaben sind ähnlich ehrgeizig wie die der Bundesregierung. Die hat sich vorgenommen, bis 2025 bis zu 45 Prozent und bis 2035 bis zu 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Gouverneur Brown hält solche Zielmarken für realistisch: „Wir haben die Technologie und wir haben den rechtlichen Auftrag, die Verschmutzung mit Kohlenstoff zu verringern“, erklärte er nach der Verabschiedung des Gesetzes im kalifornischen Parlament im September.

Der Demokrat Brown hatte sich seit Jahresbeginn dafür eingesetzt, dass Kalifornien mit seinen fast 40 Millionen Einwohnern für den Klimaschutz in Nordamerika besonders strenge Maßstäbe setzt. Schon länger treibt der US-Staat die Energiewende voran: Bis 2020 will er einen Ökostromanteil von 30 Prozent haben.

Mit dem neuen Gesetz wollten Brown und die Demokraten ursprünglich auch vorschreiben, dass der Benzinverbrauch um die Hälfte reduziert wird. Doch die Ölindustrie leistete erbitterten Widerstand und fuhr eine millionenschwere Anzeigenkampagne. Moderate Demokraten äußerten Sorge, dass einfache Arbeitnehmer unter dem Ziel zu leiden hätten. Am Ende änderte das Parlament das Gesetz ab. Brown meinte dazu: „Ich würde sagen, Öl hat ein Scharmützel gewonnen, aber sie haben die größere Schlacht verloren.“

Konkret sieht das Gesetz jetzt vor, dass die Aufsichtsbehörden Programme zur Förderung von Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz in bestehenden Gebäuden auflegen dürfen. Die Republikaner im kalifornischen Parlament kritisierten, dass bereits installierte Solaranlagen auf rund 200 000 Dächern nicht auf das Ziel angerechnet werden sollen.

Von

ap

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