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11.10.2012

18:22 Uhr

Joe Biden gegen Paul Ryan

Auftritt für Obamas Ausputzer

VonAstrid Dörner, Nils Rüdel

Er ist ein Urgestein der Washingtoner Politik und erprobter Debattierer: Vizepräsident Biden trifft zum TV-Duell seinen Herausforderer Paul Ryan. Doch der wird dem Obama-Stellvertreter den Abend nicht leicht machen.

US-Vizepräsident Joe Biden ist für wortgewaltige Auftritte bekannt. dapd

US-Vizepräsident Joe Biden ist für wortgewaltige Auftritte bekannt.

New YorkAls Vizepräsident Joe Biden das erste Mal als Senator der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, war Paul Ryan gerade zwei Jahre alt. Als Biden in Washington Vorsitzender des Justizausschusses wurde, war Ryan 16 und träumte davon, auf seiner High School in Wisconsin Abschlussball-König zu werden. „Behalte das in Erinnerung, Joe“, gab Roger Simon, Chef-Kolumnist des Magazins „Politico“, Biden für den heutigen Abend mit auf den Weg.

Heute Abend, 21 Uhr US-Ostküstenzeit (in Deutschland: 3 Uhr Freitagmorgen), wird sich Biden in Danville, Kentucky, mit Ryan zum Schlagabtausch treffen. Der eine, 69 Jahre alt, ist Vizepräsident und will es noch vier weitere Jahre bleiben. Der andere, 42 Jahre alt, ist Abgeordneter und Chef des mächtigen Haushaltsausschusses – und er hätte gerne Bidens Job.

Herausforderer Paul Ryan. dapd

Herausforderer Paul Ryan.

Das einzige TV-Duell der beiden Vize-Kandidaten im Rennen ums Weiße Haus wird mit Spannung erwartet. Es kann als Patt ausgehen oder den Schwung verstärken, den der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney seit seinem eigenen TV-Duell vergangene Woche hat. Oder es bringt US-Präsident Barack Obama zurück ins Spiel. Selten wurde einer Debatte der Vizekandidaten so viel Bedeutung zugemessen. „Für Obamas Team ist das die Gelegenheit, die Blutung zu stoppen und die nationale Meinung zu ändern“, sagt Peter Hanson, Politik-Professor an der Universität von Denver.

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Biden und Ryan bereiten sich bereits Wochen auf das Ereignis vor. Bei der eineinhalbstündigen Debatte soll es sowohl um Innen als auch um Außenpolitik gehen. Im Zentrum dürften wie auch schon vergangene Woche die noch immer hohe Arbeitslosigkeit, die schlechte Konjunktur und die hohen Staatsschulden stehen. Beobachter erwarten, Biden werde versuchen, den Debatten-unerfahrenen Ryan unter Druck zu setzen und die Republikaner als Partei der Reichen und der Großindustrie zu porträtieren. „Ich gehe davon aus, dass der Vizepräsident wie eine Kanonenkugel auf mich losgeht“, hatte Ryan kürzlich gesagt.

Kommentare (1)

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Menster

12.10.2012, 05:43 Uhr


Auch der Bidden wird diesen Nobelpreistrüger nicht wieder als Mesias verkaufen können.






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