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09.04.2012

17:44 Uhr

Jörg Asmussen

Griechenland ab 2014 wieder auf Wachstumskurs

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, sieht Griechenland schon 2015 wieder am Kapitalmarkt. Voraussetzung sei allerdings die Umsetzung des Sanierungsprogramms.

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium: Jörg Asmussen. dapd

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium: Jörg Asmussen.

BerlinEZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat für 2014 eine wirtschaftliche Erholung im angeschlagenen Griechenland in Aussicht gestellt. „Ich erwartet bei Umsetzung des Sanierungsprogramms positives Wachstum in Griechenland ab 2014“, sagte Asmussen der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Montag. Ziel sei es, das auf ausländische Geldspritzen angewiesene Land ab 2015 wieder schrittweise an den Kapitalmarkt heranzuführen.

„Die Kosten eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion wären unkalkulierbar.“ Asmussen dämpfte zudem erneut Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin große Summen zu Niedrigzinsen den Banken zur Verfügung stellen könnte. „Wichtig ist, dass die Sondermaßnahmen der EZB nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen und niemand aus dem Umstand, dass wir zwei Mal eine solche Refinanzierungsoperation durchgeführt haben, darauf schließen sollten, dass wir dies auch ein drittes Mal tun werden.“ Mit sogenannten Langfristtendern hatte die EZB im Dezember und Februar der Bankenbranche insgesamt eine Billion Euro zu dem Niedrigzins von einem Prozent zur Verfügung gestellt und damit für Entspannung am Anleihemarkt gesorgt. Das Geld muss nach drei Jahren zurückgezahlt werden.

Kommentare (23)

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JAJA

09.04.2012, 18:11 Uhr

Ein Hellseher!
Bis 2014 wird die Griechische Wirtschaft soweit eingebrochen sein, dass schon der Verkauft eines Päckchens Kaugummi ausreicht um das BIP steigen zu lassen.

Account gelöscht!

09.04.2012, 18:40 Uhr

Werter Herr Assmussen,

"„Wichtig ist, dass die Sondermaßnahmen der EZB nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen und niemand aus dem Umstand, dass wir zwei Mal eine solche Refinanzierungsoperation durchgeführt haben, darauf schließen sollten, dass wir dies auch ein drittes Mal tun werden.“

Oh but you WILL! You will print!
Der EZB wird gar nichts anderes übrig bleiben, da die Euro- und Bankenrettung alternativlos ist. Und die EZB als Gelddruckerin "of last resort" wird natürlich drucken.

Interessant ist auch, dass die Vorhersagen in die Zukunft immer weit genug weg sind, so das sich später niemand mehr dran erinnern kann.

Griechenland ist im Euro jedenfalls unrettbar verloren. Deindustrialisiert und zu teuer, keine Chance. Die Konkurrenz ist nicht die Euro-Zone, sondern der Weltmarkt. Wenn Deutschland die Lohnstückkosten hochinflationiert werden, nützt das Griechenland gar nix.

Esboern

09.04.2012, 19:18 Uhr

Herr Asmussen ist ein Beamter, der schon genug Mist gemacht hat u. den Deutschen Steuerzahler viel Geld kostet. Seine Visionen kann er den 4 etablierten Parteien verkaufen, Südeuropa lacht nur über seinen Blödsinn ebenso wie Dirk Müller in seinem Buch..

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