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21.06.2011

16:18 Uhr

Jon Huntsmann

Ein China-Experte will Obama herausfordern

VonMarkus Ziener

Bis vor kurzem war Jon Huntsman Amerikas Botschafter in Peking. Das Amt legte er nieder, um bei den Republikanern im Kampf um das Weiße Haus einzusteigen. Für einen Sieg bringt er einige Voraussetzungen mit.

Jon Huntsman war Gouverneur von Utah und Botschafter in Peking. Jetzt will er Präsident werden. Quelle: dapd

Jon Huntsman war Gouverneur von Utah und Botschafter in Peking. Jetzt will er Präsident werden.

WashingtonEtwas verspätet, aber immer noch früh genug hat der frühere US-Botschafter in China, Jon Huntsman, seine Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern offiziell verkündet. "Ich bin John Huntsman und ich bin demütig," stellte sich der gläubige Mormone am Dienstag vor. Und stellte gleich klar, wo seine Prioritäten liegen: "Wir müssen harte Entscheidungen treffen, um eine Desaster zu verhindern", sagte Huntsman. "Wenn wir das nicht tun, dann wird in weniger als einem Jahrzehnt jeder Dollar, den wir einnehmen, für die staatliche Krankenversicherung Medicare, die Soziale Sicherung und den Schuldendienst verwendet werden müssen."

Der ehemalige Gouverneur von Utah ist ein echter Politiprofi mit einem klaren außenpolitischen Profil. Das ist ein Vorteil, weil gerade die außenpolitische Expertise bei den meisten seiner Konkurrenten fehlt. Gleichwohl könnte sich in Zeiten ökonomischer Unsicherheiten eine solche Wahrnehmung aber auch als Handicap erweisen. Nach Meinung von Experten liegt alleine in der Unzufriedenheit über die Wirtschaftsentwicklung die Chance für die Republikaner, Obama aus dem Amt zu drängen.

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Besetzt hat dieses Thema bisher vor allem Mitt Romney, Geschäftsmann aus Michigan, Ex-Gouverneuer von Massachusetts und wie Jon Huntsman Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Mormonen. Huntsman und Romney haben bei ihrer Wahlkampagne aber nicht nur das gleiche Wählerklientel im Blick – die traditionellen, aber aufgeklärten Anhänger der Republikaner. Sie hoffen auch beide darauf, ihre Kampagnen über Spenden aus dem Kernland der Mormonen, aud dem Bundesstaat Utah, mitfinanzieren zu können.

Romney hat in Utah einen klingenden Namen, weil es ihm 2002  gelungen war, die Olympischen Spiele in Salt Lake City zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Und Huntsman ist dort bekannt, weil er bis zum August 2009 und damit knapp fünf Jahre lang Gouverneur von Utah war. Dann allerdings folgte er einem Ruf aus dem Weißen Haus, von Präsident Barack Obama. Der rekrutierte den Republikaner Huntsman als neuen amerikanischen Botschafter in Peking. Ein Schritt, der dem Vater von sieben Kindern zwar eine Menge Ehre einbrachte, der ihn im Wahlkampf jedoch stark angreifbar machen könnte. Denn seine Gegener werden keine Gelegenheit versäumen, Jon Huntsman als Mann Obamas darzustellen – und dadurch versuchen zu diskreditieren.

Kommentare (1)

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21.06.2011, 21:11 Uhr

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