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18.12.2016

20:48 Uhr

Jordanien

Polizisten und kanadische Touristin bei Angriff getötet

Jordanien gilt in der arabischen Welt als Insel der Ruhe. Nun erschüttert ein blutiger Anschlag das Königreich, bei dem die Täter auch eine Urlauberin erschossen und Geiseln nahmen. Das dürfte die Tourismusbranche treffen.

Die Bewaffneten verschanzten sich in der bei Urlaubern beliebten mittelalterlichen Burg der Stadt Kerak. Reuters

Angriff in Kerak

Die Bewaffneten verschanzten sich in der bei Urlaubern beliebten mittelalterlichen Burg der Stadt Kerak.

AmmanBei mehreren Angriffen auf Polizisten in der jordanischen Stadt Kerak sind mindestens neun Menschen, darunter eine kanadische Touristin, getötet worden. 27 weitere Sicherheitskräfte und Zivilisten seien bei den Schießereien am Sonntag verletzt worden, teile die Sicherheitsabteilung der jordanischen Regierung nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra mit. Bewaffnete nahmen zudem mehrere Geiseln, von denen einige durch eine Spezialeinheit der Polizei befreit worden seien, berichtete die unabhängige Zeitung „Al-Ghad“. Über die Herkunft der Angreifer war zunächst nichts bekannt.

Zunächst hätten Unbekannte das Feuer auf ein Polizeiauto in Kerak eröffnet. Danach verschanzten sich Bewaffnete in der bei Urlaubern beliebten mittelalterlichen Burg der Stadt. Von dort schossen sie nach diesen Informationen auf das Hauptquartier der Sicherheitskräfte in der Stadt, die östlich des Toten Meeres liegt.

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Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Militärlager im Jemen sind am Sonntag rund 50 Soldaten ums Leben gekommen. 84 weitere Menschen wurden verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich der jemenitische Ableger des IS.

„Al-Ghad“ berichtete von sieben Todesopfern - vier Polizisten, und drei Zivilisten, unter ihnen die kanadische Touristin. Dem Blatt zufolge hielten die Angreifer in der Burg zeitweise 14 Geiseln in ihrer Gewalt. Einige seien befreit worden. Die Herkunft der Geiseln war zunächst unbekannt.

Über die Lautsprecher der Moscheen nahe der Sehenswürdigkeit wurden die Menschen lokalen Medien zufolge aufgefordert, die Umgebung wegen des Gefechts zwischen den Bewaffneten und den Einsatzkräften zu verlassen. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat.

In der konfliktreichen arabischen Welt gilt das Königreich Jordanien als eines der stabilsten Länder. Wegen zahlreicher Kulturdenkmäler zieht es auch viele ausländische Touristen an. Tödliche Konflikte und Anschläge sind vergleichsweise selten. Zu einem tödlichen Anschlag auf das Militär bekannte sich im Juni allerdings die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Jordanische Sicherheitskräfte gehen hart gegen Sympathisanten des IS vor. Jordanien ist an der US-geführten Militärkoalition gegen die Dschihadisten in Syrien und im Irak beteiligt.

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dpa

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