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04.09.2012

14:19 Uhr

Jose Manuel Barosso

„ Krise ist nicht Stunde der Nationalstaaten“

Mit deutlichen Worten hat Jose Manuel Barosso die europäische Idee verteidigt. Der EU-Kommissionspräsident warnte vor einer mangelnden Integrationsbereitschaft der Nationalstaaten.

Jose Manuel Barosso bei einer Pressekonferenz in Brüssel. ap

Jose Manuel Barosso bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

Brüssel EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Bürger davor gewarnt, sich in der Finanzkrise die früheren Nationalstaaten zurückzuwünschen. „Manche behaupten, das die internationale Zusammenarbeit nicht funktioniert und dass die Nationalstaaten als einzige den Herausforderungen gegenübertreten können. Das ist falsch“, sagte Barroso am Dienstag in Brüssel bei einem Treffen der EU-Botschafter. „Wir brauchen dieses Maß von geteilter Souveränität“, sagte er unter Hinweis auf die Globalisierung. „Es wäre aber ganz sicher falsch, wenn man versuchen wollte, dieses Europa gegen die Nationalstaaten zu bauen.“

Es gehe darum, in der Schuldenkrise kurzfristige Maßnahmen mit langfristigen zu verbinden. Änderungen der EU-Verträge brauchten Zeit: „Also brauchen wir auch kurzfristig Antworten auf die finanzielle Instabilität.“ Die EU stehe aber vor „einem großen Problem“, sagte Barroso. „In einer Zeit, in der wir weitere Schritte in Richtung Integration machen sollten, gibt es in der Öffentlichkeit weniger Unterstützung für diese Integration.“

Die Nationalstaaten und die EU-Kommission müssten „gemeinsam handeln, damit die Bevölkerung Europas weiterhin im Großen und Ganzen die Integration unterstützt.“ Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir diese Probleme bewältigen werden.“

Von

dpa

Kommentare (8)

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Tabu

04.09.2012, 14:58 Uhr

Der EU-Kommissionspräsident warnte vor einer mangelnden Integrationsbereitschaft der Nationalstaaten
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Hätte er sich direkt auf Deutschland bezogen,
so wie es bisher auch Monti,Juncker,Hollande,Samaras,
Berlusconi und auch er getan haben,über die letzten
Monate,wäre sein Anliegen weniger heuchlerisch..

Account gelöscht!

04.09.2012, 15:14 Uhr

"Die Nationalstaaten und die EU-Kommission müssten „gemeinsam handeln, damit die Bevölkerung Europas weiterhin im Großen und Ganzen die Integration unterstützt.“ Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir diese Probleme bewältigen werden.“

Werter Herr Barroso, wie wollen sie die Bürger für "Europa" (ich meine damit nicht den Kontinent)überzeugen? Dieses "Europa" steht für mich als ein Furcht einflößendes Monster. Dieses Monster bläht sich immer mehr auf, kostet einen Haufen Geld und überschlägt sich darin völlig blödsinnige Ideen umzusetzen.

Account gelöscht!

04.09.2012, 16:09 Uhr


Barroso drueckt schlichtweg nur den Gedanken aus, dass Regierungen die Mehrheitsmeinung ihrer Bevölkerung zu ignorieren haetten , um sich und mafioese Politkkasten bzw. deren Hintermaenner zu alimentieren.

Barroso ist fuer mich nur eine "puppet" interessierter Kreise.

Hier spielen gobal aufgestellte Verbindungen eine gewichtige Rolle: OK und US -Banken... Mit unterschiedlicher Ausrichtung.... Ziel bleibt: Destabilisierung Europas und des Euros.
Es ist ihnen bereits in Teilen gelungen....

Zuletzt stehen die in Bruessel alleine da , kaufen ein Stueck Land aus der Konkursmasse Belgiens und gründen mit Martin Schulz als Parlament-Pr einen Kleinstaat a la Vatikan oder San Marino. Dann allerdings mit Cayman aufgestellten Briefkastenfirmen und eigenen Briefmarken/Münzen.

Die regieren sich bald selbst....

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