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05.04.2013

04:36 Uhr

Jüngste Nordkorea-Krise

Kim Jong Un könnte Märkte dauerhaft belasten

Diesmal könnte Nordkorea den Märkten dauerhaft Probleme bereiten, warnen Südkoreas Finanzpolitiker. Der jüngste Konflikt sei stärker. Unterdessen versucht UN-Chef Kim Jong Un zu einem Kurswechsel zu bewegen.

Kim Jong Un bei einem Auftritt Ende März. ap

Kim Jong Un bei einem Auftritt Ende März.

Madrid/SeoulSüdkoreas Vize-Finanzminister Choo Kyung Ho rechnet mit dauerhaften Belastungen der Märkte durch den Nordkorea-Konflikt. „In der Vergangenheit haben sich die Märkte schnell von den Auswirkungen durch Ereignisse im Zusammenhang mit Nordkorea erholt, aber die jüngsten Drohungen Nordkoreas sind stärker und die Folgen könnten sich deswegen nicht so schnell in Luft auflösen“, sagte Choo am Freitag zu Beginn eines Gesprächs mit hochrangigen Vertretern von Wirtschaftsverbänden.

Ziel des Zusammentreffens war es, Maßnahmen zu diskutieren, um die Stabilität der Märkte zu gewährleisten. Choo rief dazu auf, schnell und entschlossen einzugreifen, wenn es nötig sei.

Am Freitag verlor der südkoreanische Leitindex Kospi 1,2 Prozent im frühen Handel. Bisher haben sich die Auswirkungen des Konflikts auf der koreanischen Halbinsel auf die Finanzmärkte in Grenzen gehalten. In den vergangenen Wochen sind die Spannungen zwischen beiden Staaten deutlich gestiegen.

Die Führung in Pjöngjang drohte den USA mit einem atomaren Erstschlag und erklärte, sich im Kriegszustand mit Südkorea zu befinden. Die USA schickten daraufhin Tarnkappenbomber und Kriegsschiffe in die Region und kündigten an, bald ein Raketenabwehrsystem auf der Pazifik-Insel Guam zu stationieren.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Nordkorea am Donnerstag zu einem Kurswechsel auf: „Atomwaffen sind kein Spielzeug“, betonte der Südkoreaner am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Es bestehe die Gefahr, dass der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel außer Kontrolle gerate.

„Man hat die Dinge zu weit getrieben“, sagte Ban nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. „Ich bin besorgt, denn jeder Kalkulationsfehler und jede Fehleinschätzung können in der jetzigen Lage auf der koreanischen Halbinsel eine Krise auslösen, die äußerst schwerwiegende Folgen hätte.“ Nun sollten alle Seiten zur Entspannung der Lage beitragen.

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Das kommunistische Regime drohte den USA offiziell mit einem Atomschlag. Allerdings bezweifeln Experten, dass das Land auf Jahre hinaus in der Lage sein wird, US-Festland mit einer Atomrakete zu treffen. Im Konflikt mit Südkorea wich die Führung in Pjöngjang am Donnerstag keinen Millimeter zurück.

Die Lage auf der Halbinsel bleibt äußerst angespannt. Die USA bauen als Reaktion auf die fortdauernden Provokationen ein Raketenabwehrsystem auf dem US-Stützpunkt der Pazifikinsel Guam auf.

Kommentare (8)

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Hungertuchnager

05.04.2013, 06:56 Uhr

das Moppelchen will wohl unbedingt zu Fischfutter werden. Entweder machen ihn die Amis bald dazu oder das eigene Volk, wenn sie merken dass das alles nur heisse Luft ist in den dicken Bäckchen.
Sind die Nord-Koreaner eigentlich nicht schon am verhungern?

Account gelöscht!

05.04.2013, 08:16 Uhr

Ist doch klar. Der steht Innenpolitisch unter Druck.
Er ist jung und an so einer hohen Stelle. Da wird man nicht ernst genommen und achnell abgesaegt.
Das kann er nur verhindern indem er Härte zeigt.
Problematisch wird das wenn er nicht mehr zurück kann. Allerdings waere die Alternative sein sicherer Tod, daher plustert der sich auf. er hat nichts zu verlieren, und genau da liegt die Gefahr.

moveup

05.04.2013, 08:31 Uhr

Ich weiß schon, wie die Amis daraus ein Geschäft machen: ein Atomschlag macht zwar etwas kaputt, aber dann müssen ja die Versicherungen Schadenersatz leisten, was den Konsum ja unheimlich auf die Sprünge hilft! Das ist eine Art Sonderkonjunktur! Die paar Konsumenten, die dann nicht mehr einkaufen können, wird man verschmerzen können, denn die fälligen Zahlungen aus den Lebensversichungen werden ja zu 110 Prozent verkonsumiert, was dann auch wiederum gut für die Konjunktur ist. Und falls das alles nicht so eintrifft, wird die Angst das es so kommen könnte, die Investtitionen in Vorgriff auf das möglicherweise eintretende Ereignis anheizen, was wiederum gut für den Konsum und somit die Konjunktur ist. Egal, aus allem kann man ein Geschäft machen....so wie immer. Das macht eben das aus, was sich USA schimpft und vom Rest der Welt abhebt. In allem etwas Positives suchen und finden oder glauben zu machen, das das gut wäre. Das ist so eine Art DDR-Prinzip. Erst mal hinten anstellen und schauen, was mich vorne erwartet, ohne zu wissen, was es da eigentlich gibt. Der Vordermann steht ja auch da und weiß sicherlich warum...jedenfalls glaubte man das...aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

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