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27.10.2014

10:59 Uhr

Jugendliche entführt

Boko Haram greift Dörfer in Nordnigeria an

Die islamistische Boko Haram hat erneut Jugendliche in Nigeria verschleppt: Die 200 Mädchen von Chibok sind noch nicht befreit, nun entführte die Terrorgruppe weitere 30 Jugendliche, griff Dörfer an und raubte sie aus.

Erstmals vor der Kamera

Boko-Haram-Geiseln sprechen über ihre Entführung

Erstmals vor der Kamera: Boko-Haram-Geiseln sprechen über ihre Entführung

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AbujaDie islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat im Nordosten Nigerias bei mehreren Angriffen mindestens 17 Menschen getötet und 30 Jugendliche entführt. Die Extremisten hätten ungeachtet einer mit der Regierung vereinbarten Waffenruhe seit vergangenem Mittwoch Dörfer im Bundesstaat Borno angegriffen und geplündert, berichtete die Zeitung „Premium Times“ am Montag.

„Wir haben Berichte über zahlreiche Angriffe nahe des Ortes Mafa erhalten, bei denen die Boko Haram junge Mädchen und Jungen verschleppt hat“, zitierte die Zeitung einen Sicherheitsbeamten. Anschließend hätten die Extremisten unter anderem 300 Kühe und Lebensmittel gestohlen, sagten Anwohner.

Präsident Goodluck Jonathan hatte zuvor erklärt, mit der Gruppe am 17. Oktober eine Waffenruhe ausgehandelt zu haben. Bei den Gesprächen soll es vor allem um die Freilassung von über 200 Schülerinnen gehen, die vor sechs Monaten aus einem Schlafsaal im Ort Chibok entführt worden waren. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe konnten die Mädchen bislang nicht befreit werden.

Bei Angriffen der Boko Haram sind allein in diesem Jahr über 3000 Menschen getötet worden. Die Islamisten wollen im Norden Nigerias einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia einrichten.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

27.10.2014, 18:23 Uhr

Die "Friedensaktivisten" von Boko Haram haben ein Dorf besucht
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Dort haben sie den Jugendlichen erklärt, dass westliche Bildung Sünde ist.
Die Jugendlichen sind den "Friedensaktivisten" dann freiwillig gefolgt. Die Mädchen heirateten dann die Kämpfer von Boko Haram.

Anschließend hätten die Friedensaktivisten unter anderem 300 Kühe und Lebensmittel zur Selbstversorgung geschenkt bekommen, sagten Anwohner.

/Ironie off

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