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19.08.2012

18:57 Uhr

K-Frage

Machtkampf auf offener Bühne

Trittin, Roth, Göring-Eckardt und jetzt Künast. Die Grünen haben mehrere mögliche Spitzenkandidaten für die nächste Bundestagswahl. Kommt es jetzt zur Urwahl? Und wenn ja, mit welchen Folgen?

Wahlurnen auf einem Parteitag der Grünen. Reuters

Wahlurnen auf einem Parteitag der Grünen.

Berlin Die Grünen dürften Parteiengeschichte schreiben. Nun hat sich auch Renate Künast erklärt. Also werden die Grünen ihre Spitzenkandidaten für den Bundestagswahlkampf wohl per Urwahl bestimmen - als erste deutsche Partei. Es ist vor allem ein Kampf der machtbewussten Promi-Grünen. Wer von ihnen kommt noch einmal in die erste Reihe der deutschen Politik?

Bald, im Herbst, dürften sich die 60 000 Mitglieder in einem internen Wahlkampf ein Bild machen können: Soll Jürgen Trittin für das geplante Spitzenduo wie vergangenes Mal Künast zur Seite stehen? Oder diesmal Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt? Auch zwei Frauen könnten theoretisch das Gespann bilden - oder überraschend weitere Grüne nach oben kommen.

Monatelang gab der Realoflügel der Grünen in der Kandidatenfrage ein desorganisiertes Bild ab. Nach Künasts gescheitertem Anlauf aufs Amt des Regierungschefs in Berlin vor einem Jahr wollten namhafte Realos sie verhindern. Aber sie fanden keinen Ersatz, zumal Parteichef Cem Özdemir nicht kandidieren wollte und Göring-Eckardt sich lange zierte. Gleich bei ihrem ersten Auftritt nach dem Sommerurlaub demonstrierte Künast nun neuen Tatendrang: „Sie sehen mich um Jahre jünger.“

In ihrer Bewerbung beteuert sie: „Ich habe in den letzten Monaten viel nachgedacht, auch über meine Fehler (...).“ Viel zu Verdauen habe sie gehabt. Nun wirbt sie mit ihren Steherqualitäten. Tatsächlich ist völlig offen, wie die Sympathien an der Basis für die vier nun wohl zur Wahl stehenden Führungsleute genau verteilt sind. Göring-Eckardt, Präses der Synode der Evangelischen Kirche, steht eher fürs Bürgerliche und Wertebetonte, Roth für linke Kante und einen guten Rest Spontitum. Der unangefochten starke Parteilinke Trittin und Künast sind irgendwo dazwischen.

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Doch warum sollte die immer noch kleinste Oppositionskraft ein Spitzenduo per Urwahl bestimmen? Ausgerechnet in den möglichen Schicksalswochen des Euro und angesichts vieler anderer Probleme? Schon als Parteirat und Vorstand im März den Fahrplan beschlossen, gab es scharfe Warnungen vor Personalstreit. „Ich halte es nach wie vor für erstrebenswert, eine Urwahl überflüssig zu machen“, sagt Parteiratsmitglied Volker Ratzmann im „Spiegel“ auch jetzt.

Kommentare (7)

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Tabu

19.08.2012, 18:25 Uhr

Die sollen sich selbst zerfleischen.
Eine der schlimmsten Perteien in Deutschland.
Sie sind diejenigen die am liebsten alles verbieten wollen.
Durch ihre Energiepolitik sind die Energien dermaßen verteuert worden und die horrenden Subventionen müssen wir auch noch bezahlen.
Und ihre Familienpolitik ist desaströs, Frauen werden gegen Männer aufgehetzt, der Mann wird diskrimniert und durch ihre Ausländerpolitik fühle ich mich selbst wie ein Ausländer in meinem eigenen Land.

Account gelöscht!

19.08.2012, 18:48 Uhr

Tabu
völlige Zustimmung.
Alles stramme Antideutsche

Luzifer

19.08.2012, 19:20 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++

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