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22.11.2016

17:28 Uhr

Kabinettskandidat von Trump

Wenn vertrauliche Pläne offen herumgetragen werden

Peinliche Panne bei Donald Trump: Kabinettskandidat Kobach posiert bei einem Treffen vor Fotografen mit einer Mappe vertraulicher Dokumente. Diese offenbaren Pläne für strengere Einreisekontrollen und Überwachung.

Die Liste mit den vertraulichen Dokumenten trägt Kobach (r.) beim Fototermin gut sichtbar unter dem Arm. AP

Donald Trump und Kris Kobach

Die Liste mit den vertraulichen Dokumenten trägt Kobach (r.) beim Fototermin gut sichtbar unter dem Arm.

WashingtonKris Kobach, als konservativer Hardliner im Gespräch für einen Kabinettsposten unter Donald Trump, hat seine Vorstellungen für das Heimatschutzministerium aus Versehen offen herumgetragen. Kobach posierte nach einem Treffen neben Trump für Fotografen und trug eine Liste mit seinen strategischen Vorstellungen zur Verschärfung des Status quo gut sichtbar unter dem Arm.

Der Plan sieht vor, potenziellen Terroristen die Einreise in die USA zu verweigern. Er schlägt die Registrierung und Überwachung bestimmter Nicht-US-Bürger vor. Wörtlich heißt es daneben: „Allen Ausländern aus Hoch-Risiko-Gegenden soll nachgespürt werden.“ Auch Fragen zur Scharia, dem islamischen Recht, sollten Teil „strikter Sicherheitsüberprüfungen“ werden.

Kobach musste sich in sozialen Medien und von Demokraten reichlich Spott dafür gefallen lassen, dass ausgerechnet ein Kandidat für das Heimatschutzministerium nicht mit vertraulichem Material umgehen könne.

Als republikanischer Innenminister von Kansas hat Kobach (50) sich über die Grenzen des Bundesstaates hinaus mit knallharten Positionen zu Einwanderung und Wahlrecht einen schillernden Ruf erworben. Er unterstützt Trump seit langem und befürwortet den Bau einer Mauer zu Mexiko.

Von

dpa

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