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03.08.2014

15:05 Uhr

Kämpfe in Tripolis

Britisches Kriegsschiff vor Libyen

Der britische Botschafter verlässt Libyen und eine Evakierung läuft auch für andere Bürger im Land. Die heftigen Kämpfe zwischen Milizen in Tripolis machen den Aufenthalt gefährlich.

Die „HMS Enterprise“ (Archivbild) soll helfen, Briten aus Libyen zu holen. PR

Die „HMS Enterprise“ (Archivbild) soll helfen, Briten aus Libyen zu holen.

TripolisAngesichts der Eskalation der Gewalt in Libyen drängen immer mehr Staaten ihre Bürger zum Verlassen des Landes. Großbritannien zog seinen Botschafter ab. Ein Marine-Schiff erreichte am Sonntag Tripolis, um Landsleute in Sicherheit zu bringen. Die Regierung der Philippinen rief tausende philippinische Arbeiter im Land zur Ausreise auf. In Tobruk kamen erstmals die neuen Abgeordneten zu einer Krisensitzung zusammen.

Der britische Botschafter Michael Aron teilte mit, er verlasse „widerstrebend“ Tripolis wegen anhaltender Kämpfe verschiedener Milizen. Das Außenministerium in London teilte mit, das Schiff solle Briten und andere Ausländer an Bord nehmen. Es wurde erwartet, dass ein Beiboot die Menschen zur „HMS Enterprise“ vor der Küste bringen würde. Es sollen sich noch 100 bis 300 Briten in Libyen befinden. Die britische Botschaft soll am Montag geschlossen werden.

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Erneut ist bei Milizen-Kämpfen in Lybien ein Treibstofflager in Brand gesetzt worden. In Tripolis und in der Hafenstadt Bengasi im Osten ringen die Milizen seit Monaten um die Vormachtstellung.

Zahlreiche andere Länder haben bereits ihre Diplomaten außer Landes gebracht. Die deutsche Botschaft in Tripolis ist bislang nicht geschlossen, doch wurde das Botschaftspersonal in den vergangenen Tagen ins Ausland gebracht. Deutsche Staatsbürger sind zur Ausreise aufgerufen, doch gab es bisher keine deutsche Evakuierungsaktion.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte am Sonntag: „Wir koordinieren uns eng mit den verbliebenen EU-Partnern vor Ort.“ Dazu gehöre auch der Transport von Staatsbürgern. Am Samstag traf in Athen eine griechische Fregatte mit 77 Griechen, 78 Chinesen und zahlreichen Briten, Zyprern und Belgiern ein. Deutsche befanden sich nicht an Bord.

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