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19.04.2012

20:27 Uhr

Kämpfe um Ölfeld

Sudan droht Südsudan mit Krieg

Sudans Präsident Baschir droht dem Südsudan weiter mit Krieg. „Wir werden ihnen eine letzte Lektion erteilen“, sagte Baschir, nachdem südsudanische Truppen ein Ölfeld besetzt hatten. Die Situation droht zu eskalieren.

Der sudanische Präsident Omar al-Bashir vor einer Menschenmenge. Der Präsident kündigte an, den Südsudan von seinem Herrscher zu befreien. AFP

Der sudanische Präsident Omar al-Bashir vor einer Menschenmenge. Der Präsident kündigte an, den Südsudan von seinem Herrscher zu befreien.

KhartumSudans Präsident Omar Hassan al-Baschir hat dem seit fast einem Jahr unabhängigen Nachbarn Südsudan mit Krieg gedroht. „Die Leute haben nichts gelernt, und wir werden ihnen eine letzte Lektion erteilen, und zwar mit Gewalt“, sagte er auf einer Großkundgebung in der Provinz Nordkordofan am Donnerstag. „Wir werden ihnen keinen Zentimeter unseres Landes überlassen. Wer auch immer seine Hand nach Sudan ausstreckt - wir werden sie abschneiden.“ Die Regierung des Südsudan warf Baschir vor, einen Völkermord zu planen. Sie sei bereit, ihr Volk zu beschützen.

Südsudan hatte letzte Woche das von ihm beanspruchte Ölfeld Heglig in der Nähe der Grenze zwischen beiden Ländern besetzt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte dies am Donnerstag als „Verletzung der Souveränität des Sudan und einen eindeutig illegalen Akt“. Südsudan müsse seine Truppen sofort aus dem Gebiet abziehen.

Gleichzeitig müsse der Sudan aber auch sofort damit aufhören, südsudanesisches Territorium zu bombardieren und müsse seine Truppen aus umstrittenen Gebieten abziehen. China zeigte sich „ernsthaft besorgt“ und rief beide Seiten zur Ruhe und „maximalen Zurückhaltung“ auf. Die Volksrepublik ist einer der größten Investoren in die Ölindustrie beider Staaten.

Ein Sprecher des sudanesischen Militärs sagte, die Armee kämpfe jetzt „in Heglig“. Ein Sprecher der Armee des Südsudan sagte, diese habe Mittwochabend eine großen Angriff auf Heglig zurückgeschlagen und Sudans Truppen etwa 28 Kilometer vor dem Gebiet gestoppt. Er warf dem Sudan zudem vor, einen weiteren Angriff im westlichen Grenzgebiet gestartet zu haben.

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