Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.11.2013

01:37 Uhr

Kampf dem Übergewicht

Mexiko besteuert Fast Food-Produkte

Mexikaner sind im Durchschnitt noch übergewichtiger als ihre Nachbarn in den USA. Präsident Nieto will seinen Landsleuten jetzt mit einer Steuer auf Fast-Food und zuckrige Getränke beim Abspecken helfen.

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto will mit höheren Steuern auf Fast Food Übergewicht und Diabetis in seinem Land bekämpfen. ap

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto will mit höheren Steuern auf Fast Food Übergewicht und Diabetis in seinem Land bekämpfen.

Mexico-StadtDas mexikanische Parlament hat am Donnerstag im Kampf gegen Übergewichtigkeit im Land eine Steuer auf Fast-Food-Produkte beschlossen. Tags zuvor hatten die Abgeordneten schon für die Einführung einer Steuer auf Softdrinks gestimmt.

Mexiko ist eines der Länder weltweit mit der höchsten Rate an Übergewichtigen. Präsident Enrique Pena Nieto will deshalb Lebensmittel fördern, die weniger Kalorien und einen höheren Ballaststoffanteil haben.

Das soll den Unternehmen einen Anreiz geben, ihre Produkte neu abzustimmen. Begleitet werden soll die Initiative durch Informationskampagnen, Gesundheitsförderung und Sportprogramme.

Vor dem Abgeordnetenhaus hatte der mexikanische Senat beschlossen, eine Steuer von acht Prozent auf stark kalorienhaltige Produkte einzuführen. Das sind Lebensmittel, die mehr als 275 Kalorien je 100 Gramm haben. Die Abgeordneten billigten dann das Gesetz.

Zuvor hatten beide Kammern schon gegen den Widerstand der Getränkehersteller eine Steuer von umgerechnet acht Cent je Liter auf Softdrinks beschlossen. Mexiko hat weltweit mit den höchsten Verbrauch an Softdrinks. Jeder Mexikaner trinkt durchschnittlich 163 Liter davon im Jahr.

Etwa ein Drittel der Mexikaner gelten laut den Statistiken der Weltlandwirtschaftsorganisation (FAO) als fettleibig. Damit liegen sie noch knapp vor den USA, wo 32 Prozent als dick gelten. Vor den beiden Ländern liegen aber noch Länder wie Ägypten mit 35 Prozent, Kuwait mit 43 Prozent und der mikronesischen Insel Nauru mit 71 Prozent Fettleibigen.

Der Präsident von Coca Cola in Lateinamerika, Brian Smith, erklärte, sein Unternehmen plane mehr Produkte mit weniger oder gar keinen Kalorien.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×