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04.06.2014

04:32 Uhr

Kampf den CO2-Emmissionen

Jetzt will auch China das Klima retten

Das Land hat jüngst einen explosionsartigen Anstieg der CO2-Emmissionen verursacht, in vielen chinesischen Städten ist die Verschmutzung direkt spürbar. Nun will China den USA folgen und verbindliche Klimaziele setzen.

An Sport oder Erholung im Freien ist in vielen chinesischen Städten wie hier in Peking nicht zu denken: Der Smog ist unangenehm und gefährlich. dpa

An Sport oder Erholung im Freien ist in vielen chinesischen Städten wie hier in Peking nicht zu denken: Der Smog ist unangenehm und gefährlich.

PekingIn den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel kommt nach jahrelangem Stillstand wieder Bewegung. Nach den USA kündigte am Dienstag auch China verschärfte Regelungen gegen den Anstieg des Kohlendioxid(CO2)-Ausstoßes an. Erstmals will der weltweit größte CO2-Produzent seine Treibhausgas-Emissionen mit einer festgelegten Obergrenze eindämmen.

Die Ziele würden im nächsten Fünf-Jahres-Plan verankert, der ab 2016 in Kraft tritt, sagte der Klima-Beauftragte He Jiankun in Peking. China hat sich zwar bereits Grenzen gesetzt. Diese sind jedoch an das Wirtschaftswachstum des Landes gekoppelt und konnten daher die Emissionen insgesamt nicht beschneiden. Künftig soll es He zufolge sowohl absolute Obergrenzen wie Vorgaben für die Energie-Effizienz geben. Der Ausstoß von Klimagasen in China ist seit 2005 um rund 50 Prozent gestiegen.

Obama legte vor

Einen Tag zuvor hatte US-Präsident Barack Obama erstmals Treibhausgas-Ziele für die Kraftwerke seines Landes vorgelegt. Danach sollen die über 1000 Anlagen bis 2030 fast ein Drittel weniger CO2 ausstoßen als 2005. Damit soll auch bis 2020 das von Obama vorgegebene Ziel von 17 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen erreicht werden.

Die USA, der weltweit zweitgrößte CO2-Produzent, haben vor allem wegen des verstärkten Einsatzes von Schiefergas (Fracking) ihre Emissionen senken können. Dieses erzeugt bei der Verstromung etwa die Hälfte an CO2 im Vergleich zu Kohlekraftwerken. Etwa 38 Prozent des US-Stroms kommt derzeit noch aus diesen Anlagen.

 Präsident will Vorbild werden: „Obamas neuer Klima-Krieg“

Präsident will Vorbild werden

„Obamas neuer Klima-Krieg“

Es ist einer der wichtigsten Tage in der US-Geschichte: Die Regierung will den Ausstoß des Klimakillers CO2 durch Kraftwerke deutlich begrenzen. Präsident Obama greift dafür zu einem Trick. Doch geht sein Plan auch auf?

Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, sprach von einem Schub für die Klimapolitik weltweit: „Es ist bemerkenswert, dass jetzt sowohl China als auch die USA bereit zu sein scheinen, wieder eine Führungsrolle einzunehmen.“ Auch für Europa könne es nun an der Zeit sein, aus seiner Klima-Müdigkeit aufzuwachen. So sollte die EU sich ein ehrgeiziges Ziel für die CO2-Reduktion für 2030 setzen. Derzeit sind dafür 30 Prozent im Vergleich zu 2020 im Gespräch. Die Frage sei nun, wo genau die China seine Obergrenze ziehen werde, sagte Schellnhuber.

Kommentare (4)

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03.06.2014, 15:12 Uhr

Geile Geschäftsidee diese Klima-Katastrophe. SAchade, dass ich nicht darauf gekommen bin. Damit macht man viele Milliarden / Jahr.

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03.06.2014, 15:36 Uhr

Ein typischer HB-Forentroll Kommentar. Dumm, polemisch und ohne jedweden Bezug zum Thema.
Fliegen Sie mal nach Peking, nach 2 min an der "frischen" Luft bekommen Sie leichte Kopfschmerzen. Und als ich im Sommer 2011 dort war, war es bei weitem noch nicht so schlimm wie momentan. Dort ist die Luftverschmutzung im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.
Etwas Gutes hat der Smog allerdings, man kann den ganzen Tag in der prallen Sonne rumrennen und bekommt doch keinen Sonnenbrand! Dennoch dürften die Nachteile überwiegen...

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03.06.2014, 15:42 Uhr

Titel: "JETZT will China das Klima retten"

Manchmal frage ich mich wirklich, was Reporter so machen, wenn Sie nicht gerade etwas schreiben.

China ist das Land mit den größten Investitionen in erneuerbare Energien und damit in Sachen Klimaschutz. Die vorhandenen und geplanten Wasserkraftwerke sind mit die größten der Welt und die zukünftige Energieversorgung wird auf Wasserkraft, Wind- und Solarenergie beruhen.

Das kann man, wenn man denn will, leicht selbst recherchieren.

http://www.wiwo.de/unternehmen/energiepolitik-china-ist-neuer-windenergie-weltmeister-seite-2/5260202-2.html

http://www.stromauskunft.de/service/energienachrichten/1114068.photovoltaik-weltweit-auf-dem-vormarsch-germany-trade-amp-invest-auf-der-intersolar-2014/

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Wasserkraftwerke_der_Erde

Die Anstrengungen seitens China in Sachen Klimaschutz sind seit Jahren bekannt aber erst am 03.06.2014 wacht ein Reporter auf und verkündet: "JETZT will China das Klima retten"

Guten Morgen Herr "Reuters" ... Schlaf aus???

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