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22.09.2015

19:36 Uhr

Kampf gegen Arznei-Preisexplosion

Hillary Clinton schickt Biotech-Aktien auf Talfahrt

Ein US-Pharmakonzern hat den Preis für ein Medikament über Nacht von 13,50 auf 750 Dollar erhöht. Hillary Clinton kündigte anschließend den Kampf gegen die Preisexplosion in der Branche an. Das hat Folgen für die Aktien.

Bereits am Vortag hatte ein Tweet Clintons für heftige Verluste des Nasdaq-Biotechnology-Index gesorgt. ap

Hillary Clinton

Bereits am Vortag hatte ein Tweet Clintons für heftige Verluste des Nasdaq-Biotechnology-Index gesorgt.

Little RockDie US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will gegen eine Preisexplosion bei Medikamenten vorgehen. Die ehemalige Außenministerin wird bei einer Veranstaltung am Dienstag in Iowa einen Plan gegen „Wucher“ im Arzneimittelsektor vorlegen, wie ihr Wahlkampteam mitteilte. Die Ex-Senatorin wolle vorschlagen, dass die Zuzahlungen der Versicherungsnehmer künftig bei 250 Dollar monatlich gedeckelt werden. „Es ist Zeit, die völlig aus dem Ruder gelaufenen Kosten in den Griff zu bekommen“, sagte sie. Vorausgegangen war einem Medienbericht zufolge eine Preiserhöhung des Medikaments Daraprim gegen die Infektionskrankheit Toxoplasmose durch Turing Pharmaceuticals. Das Unternehmen soll demnach den Tablettenpreis über Nacht von 13,50 auf 750 Dollar erhöht haben. Der Schritt sorgte bei Ärzten und Krankenhäusern für Empörung.

Zudem will Clinton den Verbrauchern erlauben, preiswertere Medikamente aus anderen Ländern zu erwerben. Voraussetzung sei allerdings, dass die Sicherheitsstandards eingehalten würden. Die Krankenkassen sollen ihren Plänen zufolge auch die Preise für Arzneimittelpreise verhandeln und höhere Rabatte fordern dürfen. Außerdem will Clinton die Entwicklung von günstigeren Nachahmermedikamenten vorantreiben.

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Die ehemalige Senatorin schickte die Aktien von Biotechnologie-Werten auf Talfahrt. Der Nasdaq-Biotechnology-Index gab rund drei Prozent nach. Bereits am Vortag hatte ein Tweet Clintons für heftige Verluste gesorgt.

Von

rtr

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