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06.05.2014

16:15 Uhr

Kampf gegen Blüten

EU will Geldfälscher härter bestrafen

Es entwickelt sich langsam zu einem sehr riskanten Unterfangen: Geldfälschen wird künftig in allen EU-Staaten mit angepassten, erheblichen Haftstrafen geahndet. In Deutschland sind die Strafen jetzt schon höher.

Ist er echt? Ein Mitarbeiter der Bundesbank prüft einen 500 Euro-Schein. ap

Ist er echt? Ein Mitarbeiter der Bundesbank prüft einen 500 Euro-Schein.

BrüsselDie EU geht härter gegen Geldfälscher vor. Wer Falschgeld herstellt, muss künftig mit einer Höchststrafe von mindestens acht Jahren rechnen. Für das Verteilen von Blüten und falschen Münzen müssen die EU-Staaten mindestens fünf Jahre Gefängnis als Maximalstrafe vorsehen. Die EU-Finanzminister beschlossen am Dienstag in Brüssel diese Angleichung der Haftstrafen für Kriminelle. Das Gesetz erleichtert auch grenzüberschreitende Ermittlungen.

In Deutschland ändert sich nichts, weil hierzulande das Höchstmaß laut Strafgesetzbuch bereits 15 Jahre beträgt. Als Mindeststrafe müssen Geldfälscher mindestens für ein Jahr in Haft; falls sie einer Bande angehören, sind es mindestens zwei Jahre.

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Die Polizei hat im Euro-Raum mehr falsche Scheine sichergestellt. In Deutschland wurden dabei weniger Euro-Blüten in Umlauf gebracht als im Vorjahr. Eine neue Banknote soll den Fälschern das Handwerk legen.

Nach der geplanten Veröffentlichung des Gesetzes im Juni haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften in nationalem Recht zu verankern. Großbritannien und Dänemark machen nach Ratsangaben nicht mit.

Die verschärften Strafen sollen Kriminelle abschrecken. Seit Einführung des Euro-Bargelds 2002 haben Fälscher nach EU-Angaben einen finanziellen Schaden von mindestens 500 Millionen Euro angerichtet. Geldfälscher brachten zuletzt wieder mehr Euro-Blüten in Umlauf. So zogen die Fahnder nach Angaben der Europäischen Zentralbank im vergangenen Jahr 670 000 falsche Banknoten aus dem Verkehr, rund ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.05.2014, 16:47 Uhr

Toll, und was ist mit denen, die offiziell den Wert des Geldes in 1000-fachem Umfang verwässern, Draghi & Co

Account gelöscht!

06.05.2014, 16:52 Uhr

"Seit Einführung des Euro-Bargelds 2002 haben Fälscher nach EU-Angaben einen finanziellen Schaden von mindestens 500 Millionen Euro angerichtet. "
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41,7 Milliönchen per Anno? Jetzt muß ich aber doch herzlich lachen. Wieviel Schaden hat der Typ mit dem Haifischblick angerichtet (ich meine, der Name finge mit "D" an und hörte mit "i" auf), der nicht durch Waren und Dienstleistungen gedeckte Euros gleich im Multimilliardentakt druckt und an seine Kumpane im Club Med verschenkt? Wieviele 100 Milliarden sind es inzwischen? Ich habe den Überblick verloren. Dagegen sind die Knaben aus der Fälscherzunft Sonntagsschüler!
Einführen sollte man endlich mal den Straftatbestand der Veruntreuung von Steuergeldern, und zwar beginnend mit nicht verjährungsfähigen Mindeststrafen von 2 Jahren und einem Tag.

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