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09.06.2015

09:37 Uhr

Kampf gegen den Terror

US-Truppen erbeuten IS-Unterlagen bei Razzia

Elitetruppen der US-Armee haben offenbar wichtige Dokumente der IS-Milizen erbeutet. Die Einsatzkräfte entdeckten die Unterlagen, die Aufschluss über die Kommandostruktur geben, bei einer Razzia in Syrien.

Truppen der US-Armee haben offenbar wichtige Dokumente der syrischen IS-Miliz entdeckt. dpa

US-Soldaten

Truppen der US-Armee haben offenbar wichtige Dokumente der syrischen IS-Miliz entdeckt.

WashingtonUS-Elitetruppen haben einem Zeitungsbericht zufolge bei einer Razzia in Syrien Unterlagen zum Islamischen Staat (IS) erbeutet, die Aufschluss über die Kommandostruktur der Terrormiliz geben.

Wie die „New York Times“ am Montag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtete, wurden unter anderem Laptops und Mobiltelefone sichergestellt. Die Analyse des Materials habe auch Einblicke in Finanzstruktur und Sicherheitsmaßnahmen der Miliz gegeben, hieß es weiter.

Die Terrorgruppe Islamischer Staat

Ziel

Die Organisation Islamischer Staat (IS), früher Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) genannt, gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

Ursprung

Der IS ging aus dem irakischen Widerstand der 2003 gegründeten Gruppe „Tawhid und Dschihad“ hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Erster Anführer war der für seine Grausamkeit berüchtigte Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi. Seit 2013 leitet der Iraker Abu Bakr al-Baghdadi den IS.

Aktivitäten

Die Gruppe griff Im Irak nicht nur US-Soldaten an, sondern verübte auch Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen im Land. Al-Sarkawi wurde 2006 von der US-Armee getötet. Seither führen Iraker die Organisation. Deren zweiter früherer Name „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten.

Entwicklung

An Macht gewann der IS, als sie sich im Frühjahr 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestanden.

Standorte

Vor allem im Nordosten Syriens greift der IS syrisch-kurdische Städte an und massakriert die Zivilbevölkerung. Im Irak profitiert die Miliz vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung mit den sunnitischen Parteien des Landes. Am 29. Juni rief der IS das Kalifat in den von im kontrollierten Gebieten aus – mit al-Baghdadi als Kalif.

Finanzierung

Der IS finanzierte sich anfangs vor allem durch Spenden aus den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der Grenzen zwischen Irak und Syrien. Mit den Landgewinnen nahmen die Gewinne aus illegalen Ölverkäufen der kontrollierten Felder zu.

Söldner

In den Reihen der Gruppe kämpfen internationale Brigaden, darunter Muslime aus Nordafrika und den arabischen Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

Bei der Kommandoaktion im Osten Syriens war im Mai demnach ein ranghohes IS-Mitglied getötet worden. Die IS-Extremisten beherrschen im Irak und auch im benachbarten Syrien große Gebiete, in denen sie eine Terrorherrschaft errichtet haben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Paul Kersey

09.06.2015, 15:20 Uhr

Interessant. Ich dachte die USA führen keinen Krieg in Syrien sowie die Russen nicht in der Ukraine.

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