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17.11.2014

20:15 Uhr

Kampf gegen Ebola

Weltbank-Chef fordert mehr deutsche Hilfe

VonMoritz Koch

ExklusivDeutschland muss mehr tun im Kampf gegen Ebola, fordert Jim Yong Kim. Der Weltbank-Präsident im Handelsblatt-Interview über Versäumnisse bei der Bekämpfung von Ebola, die viele Leben aber auch Milliarden kosten.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim: „Großes Lob für Amerika und Großbritannien.“ dpa

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim: „Großes Lob für Amerika und Großbritannien.“

WashingtonWeltbank-Chef Jim Yong Kim hat Deutschland aufgerufen, das Engagement im Kampf gegen die westafrikanische Ebola-Epidemie zu erhöhen und sich dabei ein Beispiel an den USA und Großbritannien zu nehmen. Im Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe) sagte Kim: „Großes Lob für Amerika und Großbritannien. Jedes andere Land kann mehr tun - und sollte mehr tun.“

Für Kim steht außer Frage, dass britische und amerikanische Hilfen allein nicht ausreichen werden, um die Infektionswelle in den Griff zu bekommen. Inzwischen sind mehr als 4000 Menschen in Westafrika gestorben, es wird befürchtet, dass sich das Virus nach Liberia, Guinea und Sierra Leone auch in Mali einnistet.

Wie sich Ebola verbreitet

Wann ist Ebola ansteckend?

Nur dann, wenn jemand bereits Symptome zeigt. Diese können allerdings unspezifisch sein. Die Krankheit kann mit Fieber, grippeähnlichen Schmerzen und Unterleibsschmerzen beginnen, später können Erbrechen und Durchfall folgen.

Wie breitet sich Ebola aus?

Durch Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dazu zählen Blut, Schweiß, Erbrochenes, Urin, Kot, Speichel und Sperma. Diese Flüssigkeiten müssen bei einem anderen Menschen einen Eingangspunkt finden, sie können durch einen Schnitt oder Kratzer eindringen. Das Virus kann zudem weitergereicht werden, wenn jemand mit kontaminierten Händen die Nase, den Mund oder die Augen eines anderen berührt. Oder jemand wird mit den kontaminierten Flüssigkeiten angespritzt. Darum tragen Gesundheitsmitarbeiter Schutzhandschuhe und andere Schutzausrüstung.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, Blut, Stuhl und Erbrochenes seien die am stärksten ansteckenden Flüssigkeiten. In Speichel sei der Virus nur bei schwer erkrankten Menschen entdeckt worden, aus Schweiß sei er noch nicht entnommen worden.

Was passiert bei zufälligem Kontakt mit einem Infizierten?

Ebola wird nicht durch die Luft übertragen. Der Direktor der US-Seuchenbehörde (CDC), Tom Frieden, sagte, Menschen steckten sich nicht an, wenn sie beispielsweise nur in einem Bus neben einem Ebola-Patienten sitzen. „Es ist nicht wie bei der Grippe. Es ist nicht wie bei Masern, nicht wie bei der gewöhnlichen Erkältung. Es breitet sich nicht so aus“, sagte er.

Können Hunde das Virus übertragen?

Das weiß man noch nicht genau. Die Behörden schläferten den Hund der spanischen Krankenschwester ein, bei der Ebola diagnostiziert worden war. Es ist aber kein Fall dokumentiert, in dem jemals Ebola von einem Hund auf einen Menschen übertragen wurde. Aber es gibt eine Studie, nach der es möglich sein soll, dass Hunde Ebola bekommen können - ohne Symptome zu zeigen.

Wie wird vorgegangen, wenn ein Ebola-Verdacht besteht?

Die Krankenhäuser, die einen Verdachtsfall haben, informieren ihr Gesundheitsministerium oder die Seuchenbehörde. Dann wird eine Checkliste durchgegangen, um festzustellen, wie hoch das Risiko ist. So wird unter anderem gefragt, ob die Person von einem riskanten Kontakt mit einem bekannten Ebola-Patienten berichtet hat, wie krank sie ist und ob eine andere Diagnose wahrscheinlicher ist.

Die Angst der Menschen, sich anzustecken, paralysiert die Wirtschaft der Region. Viele Farmer bestellen ihre Felder mehr. „Im kommenden Jahr droht eine Hungersnot“, befürchtet Kim.

Kommentare (2)

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Herr Woifi Fischer

18.11.2014, 08:10 Uhr

Weltbank-Chef fordert mehr deutsche Hilfe!
Wer von anderer Hilfe fordert, sollte zuerst sein Geburtsland um mehr Geld bitten.
Wir deutsche brauchen nicht den Mist der USA immer wieder mit Geld auszubügeln.
Was ist von jemanden zu erwarten der einen solchen Lebenslauf auf zu weißen hat:
Jim Yong Kim (* 8. Dezember 1959 in Seoul) ist ein südkoreanisch-US-amerikanischer Arzt und medizinischer Anthropologe.
Kein weiteres deutsches Steuergeld für EBULA.

Herr Wolfgang Trantow

18.11.2014, 14:28 Uhr

Kein Geld von Deutschladn bis wir wieder Spitze sind. Alles andere sind verbrechen gegen unsere Kinder(Zukunft)!

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