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18.07.2014

09:42 Uhr

Kampf gegen Extremisten

Irak will Waffen von Deutschland

Im Kampf gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat ist der Irak auf die Unterstützung anderer Länder angewiesen. Nun appeliert Nuri al-Maliki auch an Deutschland. Der Regierungschef fordert Hilfe bei der Bewaffnung.

Bereit zum Kampf: Männer der sunnitischen gruppe Islamischer Staat (IS), die Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht haben. ap

Bereit zum Kampf: Männer der sunnitischen gruppe Islamischer Staat (IS), die Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht haben.

BerlinDer irakische Regierungschef Nuri al-Maliki fordert im Kampf gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat von Deutschland militärische Unterstützung. „Wir brauchen keine Soldaten, allerdings brauchen wir Hilfe bei der Bewaffnung und hoffen auf eine schnelle Antwort von Ländern, mit denen wir einen Kauf vereinbaren wollen“, sagte Maliki in einem „Bild“-Interview vom Freitag. Derzeit sei der Irak dabei, leichte und mittlere Waffen von Deutschland zu kaufen. „Hier brauchen wir Hilfe.“

Deutschland könne seiner Regierung zudem durch politische und diplomatische Solidarität beistehen oder indem es Druck auf die Länder der Region ausübe, „die den Terror unterstützen“, sagte Maliki. Allein könne der Irak den Kampf gegen die Terrorgruppe nicht gewinnen. „Dies wird (...) nur durch Kooperation mit anderen Ländern erreicht.“ Es gehe um eine Gefahr, die die gesamte Menschheit bedrohe.

Maliki ist innerhalb und außerhalb seines Landes hochumstritten. Dem Schiiten wird vorgeworfen, die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen geschürt zu haben, da er die Sunniten im Irak zu wenig in die politischen Entscheidungsprozesse einbeziehe. Die sunnitische Gruppe Islamischer Staat, die sich bis vor kurzem noch Isis nannte, hat Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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G. Nampf

18.07.2014, 12:31 Uhr

"Derzeit sei der Irak dabei, leichte und mittlere Waffen von Deutschland zu kaufen."

HIHI, der ist gut. Am besten, man verkauft die Waffen gleich an ISIS, denn dort werden sie letztendlich ankommen. Und die Islamisten sind wenigstens zahlungsfähig und -willig.


Wann verstehen Politiker endlich, daß man Waffen nicht in Dritte-Welt-Länder verkauft, denn sie werden letztendlich gegen uns gerichtet werden.

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