Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2014

14:26 Uhr

Kampf gegen IS

Erste Peschmerga-Kämpfer in Kobane eingetroffen

Die ersten Peschmerga-Kämpfer haben die umkämpfte Grenzstadt im Norden Syriens erreicht. Sie sollen die Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz IS unterstützen. Sie bringen schwere Waffen mit.

Die Peschmerga-Kämpfer sollen die Kurden bei der Verteidigung von Kobane unterstützen. dpa

Die Peschmerga-Kämpfer sollen die Kurden bei der Verteidigung von Kobane unterstützen.

SurucTrotz schwerer IS-Angriffe auf den einzigen direkten Grenzübergang von der Türkei nach Kobane sind die ersten zehn irakisch-kurdischen Kämpfer in der syrischen Grenzstadt eingetroffen. Aktivist Musrafa Bani in Kobane sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP, die 140 anderen Peschmerga wollten in kleinen Gruppen nachfolgen.

Die Grenzstadt wird seit sechs Wochen von der Terrormiliz Islamischer Staat belagert. Die nächtliche IS-Angriffe auf den Grenzübergang wurden zurückgeschlagen. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Ankunft der ersten Peschmerga in Kobane.

Einsatz schwerer Waffen geplant

Erste Peschmerga in Kobane eingetroffen

Einsatz schwerer Waffen geplant: Erste Peschmerga in Kobane eingetroffen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Kämpfer aus dem Nordirak wollen helfen, Kobane gegen den IS zu verteidigen. Bereits am Mittwoch waren 50 Kämpfer der Freien Syrischen Armee ebenfalls über die Türkei in den Ort gelangt. Die Türkei hatte lange gezögert, Verstärkung für die syrisch-kurdischen Verteidiger von ihrem Gebiet ausreisen zu lassen. Die Regierung in Ankara betrachtet die dort kämpfenden Volksschutzeinheiten YPG als Ableger der von ihr verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die kurdischen Kämpfer im Überblick

Peschmerga

Im Irak stellt sich vor allem die Peschmerga den Dschihadisten entgegen, um die kurdische Autonomieregion im Norden zu schützen. Der Name der Armee bedeutet in etwa „Jene, die dem Tod ins Auge sehen“. Die Streitkräfte gingen aus bewaffneten Einheiten insbesondere der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) im Nordirak hervor. Experten gehen von etwa 130.000 bis 200.000 Kämpfern aus. Viele unterstehen der kurdischen Regionalregierung.

YPG

In Nordsyrien kämpfen derzeit insbesondere die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) gegen die IS-Extremisten. Sie sind mit der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) verbunden und wollen ihre drei „autonomen Kantone“ schützen, die nach dem Rückzug der syrischen Regierungstruppen in den überwiegend von Kurden bewohnten Regionen errichtet wurden.

PKK

Volksschutzeinheiten und PYD stehen der kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe, die in der Türkei verboten ist und auch in europäischen Ländern und den USA auf der Terrorliste steht. Experten gehen davon aus, dass PKK-Kämpfer die syrischen Kurden unterstützen.

Die Verteidiger Kobanes sind weiter auf Luftunterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition angewiesen. Die syrisch-kurdischen Verteidiger der YPG hatten bislang geklagt, dass sie waffentechnisch den IS-Angreifern unterlegen seien. Über die Bewaffnung der Peschmerga wurden keine Details bekannt.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Teito Klein

30.10.2014, 17:24 Uhr

10 Peschmerga-Kämpfer sind in Kobane eingetroffen
---------
Dann wird ja jetzt alles gut.
Die Terrormiliz IS hat Verstärkung angefordert und auch erhalten.

Die Peschmerga-Kämpfer sollen mit "schweren Waffen" eingetroffen sein, also mit Towarischtsch Kalaschnikow, Handgranaten und Faustfeuerwaffen.
Wo bleiben die Panzer, Kampfhubschrauber, Drohnen, etc. über die die IS verfügt?
Die lässt Erdogan natürlich nicht über die Grenze.

Herr reiner tiroch

30.10.2014, 20:12 Uhr

die ganze Woche hört man davon, dass die Peschmerka-Käpfer nach Kobane dürfen. seit gestern sollen schon 10 Kämpfer dasein. haben die anderen sich verlaufen, oder werden wir mit nachrichten verarscht?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×