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21.05.2015

18:43 Uhr

Kampf gegen IS

Russland bietet Irak weitere Waffenlieferungen an

Unterstützung aus Moskau: Der Kreml ist bereit, den Irak stärker im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat zu unterstützen. Schon vor zwei Jahren hat Bagdad Kampfhubschrauber bestellt. Weitere sollen nun folgen.

Der irakische Premier Haider al-Abadi (l) auf Staatsbesuch in Moskau. Reuters

Treffen in Moskau

Der irakische Premier Haider al-Abadi (l) auf Staatsbesuch in Moskau.

MoskauIm Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist Russland zu weiteren Waffenlieferungen an den Irak bereit. Moskau wolle alles tun, um das Land zu unterstützen, den IS von seinem Territorium zu vertreiben, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag bei einem Treffen mit dem irakischen Regierungschef Haidar al-Abadi in Moskau. Auch Kremlchef Wladimir Putin bekräftigte Russlands Wunsch nach einer engen militärischen Kooperation. Al-Abadi sagte dem Kreml zufolge, mit seinem Besuch wolle er die Zusammenarbeit mit Russland im Kampf gegen den Terrorismus festigen.

Putins Berater Wladimir Koschin sagte der Agentur Interfax, der Irak wolle vor allem weitere Kampfhubschrauber kaufen. Bereits 2013 hatte die Regierung in Bagdad mehr als 40 Helikopter in Russland bestellt. Mehrere davon seien bereits ausgeliefert worden, hieß es.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Kar Michel

22.05.2015, 15:21 Uhr

Mehr Waffen lösen das Problem ?
Es ist schon eine schockierende "Einigkeit" der Haupt-Rüstungsländer, egal ob es die USA,
Russland oder Deutschland sind, wie Waffenlieferungen als Heilmittel der Krise legitimiert
werden.
Es gibt jemanden, der das ganz klar ausspricht - J. Todenhöfer, der den IS besucht hat.
Das Ausgrenzen von grösseren Bevölkerungsgruppen von Mitbestimmung und Macht
führt dazu, dass sich benachteiligte Menschen anderen "Koalitionen" anschliessen, also
auch dem IS . Der IS ist zwar eine sunnitisch-radikale Organisation, aber benachteiligte
Iraker sehen offenbar im IS das kleinere Übel, immer vor dem Hintergrund, dass die gut
ausgebildete sunnitische Minderheit lange Zeit den IRAK als Elite geführt und regiert hat.
Im Namen der demokratischen Mehrheit sind solche Menschen nun von der Macht ausgeschlossen, also Demokratie als Selbstzweck, Schaden für alle ??
Wie leicht setzt sich gerade unsere Bundesregierung sich immer wieder über
das Gebot des Grundgesetzes hinweg, und tut so, als ob Waffen irgendein Problem
lösen würden. Nachdem deutsche Waffen an die Kurden geliefert wurden (wie von anderen EU-Ländern auch) konnte man erfahren, dass diese teilweise in den Händen des IS augetaucht sind, teilweise durch Eroberung, aber auch durch Handel/Verkauf. Konsequenz : wir sollen noch mehr Waffen liefern - logisch - gell ? So gehts auch mit den US-Waffen für die angeblich so demokratischen syrischen Rebellen, und die US-TOW-Raketen sind auch beim IS gelandet.
Das Russland "böse" ist sind wir von unserer Presse ja gewöhnt, deren Waffenlieferungen dienen nur ganz egoistischen Zielen ... . Irgendwie scheinen sich alle Mächtigen einig zu sein
eine Medizin, die nicht positiv wirkt, in der Dosis einfach zu steigern, anstatt an der Diagnose
zu zweifeln. Auf die Idee, dass Wir für unsere Köpfe dringend eine Terapie bräuchten anstatt
uns ständig in andere Länder einzumischen, kommt man nicht, das wäre ja geschäfts-schädigend.
Siehe deutsche Waffen für SaudiA KriegJemen

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