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28.06.2013

15:12 Uhr

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Experten halten EU-Milliarden für zu wenig

Die EU will mit sechs Milliarden Euro die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen. Zu wenig, kritisieren Politiker und Ökonomen: Ein Vielfaches des Betrages wäre nötig. Die Kanzlerin hingegen verteidigt die Initiative.

Die EU will Milliarden in den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit investieren. Doch Experten erscheint das zu wenig. dpa

Die EU will Milliarden in den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit investieren. Doch Experten erscheint das zu wenig.

BrüsselDie vom EU-Gipfel anvisierte Anschubhilfe zur Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher wird von Politikern und Ökonomen als zu niedrig kritisiert. Die geplanten sechs Milliarden Euro seien ein Anfang, müssten aber besser jährlich ausgegeben werden, sagte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann am Freitag vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU müsse mit mächtigeren Maßnahmen dafür sorgen, dass das Wachstum in Fahrt komme, sagte Andre Sapir von der Brüsseler Denkfabrik Bruegel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte die Initiative dagegen und kündigte an, auf dem Gipfel gegen Arbeitslosigkeit am Mittwoch in Berlin mit den Arbeitsministern der EU-Staaten werde an der konkreten Umsetzung gearbeitet. „Fangen wir doch erst mal an, als dass wir uns schon wieder hinsetzen und sagen, das reicht alles nicht“, sagte Merkel nach dem ersten Gipfeltag. Schließlich gebe es die Mittel für die Jugendgarantie, die laut EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso auf acht Milliarden Euro aufgestockt wurden, zusätzlich zu allen anderen EU-Fonds und nationalen Instrumenten gegen die Arbeitslosigkeit. Doch wäre es schön, wenn die knapp sechs Millionen Jugendlichen ohne Job in Europa von den Maßnahmen der Staaten endlich auch einmal etwas merken würden, ergänzte Merkel.

Die sechs oder acht Milliarden Euro sind für die Finanzperiode von 2014 bis 2020 eingeplant, sollen aber schon in den ersten beiden Jahren ausgegeben werden. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, die EU-Staaten bräuchten bis 2020 eher 21 Milliarden Euro, um etwas zu bewirken. Mit dem Geld soll vor allem dafür gesorgt werden, dass jeder Jugendliche binnen vier Monaten nach dem Schulabschluss eine Ausbildung oder Beschäftigung erhält.

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Eine Billion Euro umfasst das Budget der EU bis 2020. Nach Verhandlungen bis tief in die Nacht einigten sich die Regierungschefs. Spannend machten es die Briten – die den EU-Partnern weitere Zugeständnisse abrangen.

Neben der Jugendgarantie wollen die EU-Staaten auch mit günstigen Krediten über die EU-Förderbank EIB kleine und mittlere Unternehmen zu Investitionen in Beschäftigung und Ausbildung bringen. Die Europäische Investitionsbank soll mit zehn Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt als Garantien über Geschäftsbanken ein Vielfaches an Krediten auslösen. Die Optionen dazu sollen die EU-Finanzminister bis Ende des Jahres beschließen.

Die Milliarden gegen die Arbeitslosigkeit werden aus dem künftigen Finanzrahmen der EU für 2014 bis 2020 finanziert. Die Einigung darüber wäre am Donnerstag von Großbritannien fast gekippt worden. Durch den Wegfall von Agrarsubventionen schrumpfte der Briten-Rabatt von jährlich gut 3,5 Milliarden Euro um 200 bis 300 Millionen Euro. Premierminister David Cameron bestand auf seinen Beitragsnachlass, den nun die anderen EU-Staaten finanzieren müssen. Dazu gehört ab Juli auch Kroatien, das 28. Mitgliedsland der Europäischen Union. Nach Slowenien ist Kroatien die zweite ehemalige jugoslawische Republik, die den langen Weg in die EU geschafft hat.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

28.06.2013, 15:23 Uhr

Ich würde 600 Billionen verteilen oder noch besser, Gelddrucker für Zuhause, dann ist das Problem gelöst. Der Vorschlag kommt vielleicht sogar noch demnächst :D *lol*

Und jetzt mal im Ernst...diese Arbeitslosigkeit ist nur die Spitze des Eisberges und das Thema wird sich weiter so fortsetzen bis es endlich zum Knall dieser EU-Blase kommt.

Ichbinsdoch

28.06.2013, 15:29 Uhr

das dürften so 16 Euro/Monat pro Arbeitslosem Jugendlichem sein
Lachhaft
Aber den Banken und sonstwem 100drte Milliarden in den A... blasen. Dauert nicht mehr lange, dann ist Europa ein Schlachtfeld

Account gelöscht!

28.06.2013, 16:03 Uhr

Anstatt den Banken soviel Geld für Lau zu geben, hätte man auch jedem Bürger ne Millionen drucken können..^^

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