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11.08.2014

14:56 Uhr

Kampf gegen Rezession

Italien will mehr Schulden machen

Um Italiens schrumpfende Wirtschaft anzukurbeln, möchte Ministerpräsident Matteo Renzi die Neuverschuldung erhöhen. Eine Ratingagentur warnt die italienische Regierung.

Die EU-Länder dürfen sich jährlich höchstens um drei Prozent ihres BIPs neu verschulden. Italien will die Grenze in diesem Jahr so gut es geht ausreizen und rechnet mit einem Defizit von 2,9 Prozent. dpa

Die EU-Länder dürfen sich jährlich höchstens um drei Prozent ihres BIPs neu verschulden. Italien will die Grenze in diesem Jahr so gut es geht ausreizen und rechnet mit einem Defizit von 2,9 Prozent.

RomAngesichts der Rezession will Ministerpräsident Matteo Renzi bei der Neuverschuldung Italiens in diesem Jahr den erlaubten Rahmen nahezu ausreizen. „Ich habe überhaupt keine Absicht, die Drei-Prozent-Höchstgrenze zu brechen, sagte Renzi in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der „Financial Times. Er rechne mit einem Defizit von 2,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im April war seine Regierung noch von 2,6 Prozent ausgegangen. Die EU-Regeln sehen einen Höchstwert von drei Prozent vor.

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Die italienische Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschend geschrumpft. Ökonomen hatten eigentlich leichtes Wachstum erwartet. Für den neuen Ministerpräsidenten Mateo Renzi ist das ein schwerer Rückschlag.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone war im zweiten Quartal um 0,2 Prozent geschrumpft. Durch das zweite Minus in Folge rutschte das Land wieder in die Rezession. „Wir hoffen auf bessere Daten in der zweiten Jahreshälfte”, sagte Renzi.

Renzi hat im Kampf gegen die Wirtschaftskrise Ende voriger Woche weitere Reformen durch das Parlament gebracht. So werden kleinere und mittlere Firmen bei den Energiekosten entlastet. Zudem erhalten Unternehmen, die in ihren Maschinenpark investieren, eine Steuergutschrift. Zudem dürfen Versicherer und Kreditfonds künftig Darlehen direkt an die Wirtschaft vergeben.

Die Ratingagentur Moody's rechnet laut einer am Montag vorgelegten Prognose damit, dass die Wirtschaftsleistung des südeuropäischen Landes 2014 um 0,1 Prozent schrumpfen wird. Zuvor hatte Moody's noch ein Plus von 0,5 Prozent veranschlagt. „Die Rezession bedroht die fiskalische Stärke der Regierung, warnte die Ratingagentur.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Rene Weiß

11.08.2014, 15:22 Uhr

Jedes Land soll gern so viele Schulden machen, wie es will (bspw. Argentinien). Aber dann ohne dt. Steuergelder als ESM als Rettungsschirm, wenns schief geht (bspw. Italien).

Herr Don Zeckito

11.08.2014, 15:59 Uhr

Träeumerle, - wir sind doch nicht bei wünsch Dir was, sondern bei "so isses".

Nichts für Ungut, - ;)

Frau Ich Kritisch

11.08.2014, 20:23 Uhr

Ratibagentur warnt...

Himmel - und in China ist gerade ein Sack Reis umgefallen ...

was die Amis (USA) wollen, oder wovor sie warnen sollte uns allen langsam am Allerwertesten vorbei gehen...

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