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21.11.2016

21:51 Uhr

Kampf gegen Schwarzgeld

Indien macht Ausnahmen bei der Währungsreform

Mit einem Trick will der indische Premierminister Modi gegen Schwarzgeld vorgehen: Über Nacht erklärte er große Rupien-Noten für ungültig und zwang die Inder so zum Umtausch. Doch nun schießt das Agrarministerium quer.

Nur noch kleine Scheine: Indien hat große Rupien-Noten für ungültig erklärt. Doch viele Bauern leben weit von jeder Umtauschmöglichkeit entfernt. dpa

Indische Rupien

Nur noch kleine Scheine: Indien hat große Rupien-Noten für ungültig erklärt. Doch viele Bauern leben weit von jeder Umtauschmöglichkeit entfernt.

Neu DelhiNach tagelangem Tauziehen zwischen Finanz- und Agrarministerium hat Indien seine radikale Währungsreform aus der vorvergangenen Woche leicht aufgeweicht. Wie das Finanzministerium am Montag mitteilte, dürfen Landwirte ab sofort die zunächst für ungültig erklärten alten Banknoten im Wert von 500 Rupien (rund 6,90 Euro) wieder benutzen, um Saatgut zu kaufen. Die Ausnahme gilt jedoch nur bei staatlich kontrollierten Verkäufern.

In der Nacht auf den 9. November hatte Indiens Premierminister Narendra Modi überraschend die beiden größten Banknoten des Landes im Wert von 1000 und 500 Rupien für ungültig erklärt - nach eigener Aussage, um illegales Schwarzgeld zu entwerten. Die Aktion war vorher geheim gehalten worden.

Nach Blitz-Bargeldreform: Banken-Chaos in Indien hält an

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Banken-Chaos in Indien hält an

Nachdem die indische Premierministerin alle Geldscheine im Wert von mehr als 100 Rupien für ungültig erklärt hat, dauert das Banken-Chaos an. Die Automaten funktionieren zwar wieder, waren aber nach wenigen Stunden leer.

Neue große Scheine werden nur sehr langsam gedruckt. Noch immer sind die Bankfilialen hoffnungslos überlaufen und die meisten Geldautomaten leer.

Die Ankündigung Modis fiel auf den Beginn der Aussaat für die Wintersaison vieler Landwirte. Insbesondere auf dem Land haben viele Inder kein Bankkonto und auch keine Bankfiliale in der Nähe. Agrarminister Radha Mohan Singh hatte deshalb bereits vor einer Woche das Finanzministerium in einem Brief aufgefordert, die alten Banknoten wieder zum Kauf von Saatgut zuzulassen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.11.2016, 08:45 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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