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24.10.2016

20:20 Uhr

Kampf um Aleppo

Russland und USA wollen sich um Lösung bemühen

Die Waffenruhe in Aleppo ist vorbei. Am Sonntag nahmen die syrische Armee und ihre russischen Verbündeten ihre Luftangriffe wieder auf. Das Regime hat einen strategisch wichtigen Punkt eingenommen.

Uno-Kommissar

„Das Blutvergießen sollte uns alle bis in die Träume verfolgen“

Uno-Kommissar: UN-Kommissar: „Das Blutvergießen sollte uns alle bis in die Träume verfolgen“

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MoskauDie USA und Russland wollen sich nach eigenen Angaben weiter um ein Ende der Krise in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bemühen. Darauf hätten sich US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow in einem Telefonat verständigt, teilte das russische Außenministerium am Montag mit. Experten sollten nach einer Lösung suchen. Lawrow habe zudem die USA aufgefordert, ihre Pflicht zu erfüllen und die moderaten Rebellengruppen von den Extremisten zu trennen.

Zuvor hatte Russland die einseitig ausgerufene Feuerpause in der syrischen Stadt Aleppo offiziell für beendet erklärt. Der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow sagte am Montag Berichten russischer Nachrichtenagenturen zufolge, die „humanitäre Pause“ habe am Samstag geendet. Derzeit werde nicht erwogen, diese zu verlängern. Das weitere Vorgehen werde von den Aktionen gegnerischer Kämpfer vor Ort abhängen.

Die syrische Armee und ihre russischen Verbündeten hatten ihre Luftangriffe auf Rebellenstellungen in Ost-Aleppo am Donnerstag für drei Tage eingestellt. Am Sonntag nahmen sie die Luftangriffe wieder auf, so dass die Gefechte wieder voll entbrannten. Die neuen Kämpfe dämpften Hoffnungen, die notleidende Bevölkerung mit Hilfsgütern versorgen und Verletzte aus der Stadt bringen zu können. Die Vereinten Nationen (UN) wollten die Waffenruhe dafür nutzen.

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Die syrischen Regierungstruppen haben derweil einen strategisch wichtigen Punkt eingenommen. In der Nähe von Militärstützpunkten am südlichen Stadtrand sei der Hügel Baso erobert worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montag. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, Baso sei unter heftiger Bombardierung besetzt worden.

Syrische Regierungstruppen griffen nach Angaben der Beobachtungsstelle sowie des Aktivisten-Kollektivs Aleppo-Medienzentrum weiterhin die Rebellengebiete in Ost-Aleppo an. Die Rebellen wiederum haben Sana zufolge regierungstreue Nachbarschaften beschossen – dabei seien ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden.

Am Samstagabend endete die von Russland und der syrischen Regierung verkündete Waffenruhe für die Ostteile Aleppos. Während der Feuerpause sollten Zivilisten und Rebellen die Stadt verlassen, dazu kam es jedoch nicht.

Von

rtr

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