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23.10.2014

13:53 Uhr

Kampf um Kobane

IS startet Großoffensive auf Kobane

Seit Wochen leisten die Kurden in Kobane erbittert Widerstand gegen die Miliz IS. Nun startet diese eine Offensive und rückt gefährlich nahe an den Übergang zur Türkei vor – dieser ist für die Verteidigung essenziell.

Eine Explosion in Kobane: Der IS startet eine Großoffensive auf die syrische Stadt. AFP

Eine Explosion in Kobane: Der IS startet eine Großoffensive auf die syrische Stadt.

Kobane/ErbilIm Kampf um das syrische Kobane haben die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) kurz vor dem Eintreffen kurdischer Verstärkung aus dem Nordirak eine Großoffensive gestartet. Dabei hätten sie einen rund drei Kilometer langen Korridor von dem Hügel Tell Schair bis zur Stadtgrenze eingenommen, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Die die Stadt verteidigenden kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) halten somit nunmehr nur noch den knapp drei Quadratkilometer großen Stadtkern Kobanes.

Der Korridor im Westen diente den kurdischen Verteidigern unter anderem als Landestreifen für die am Montag von US-Flugzeugen abgeworfenen Waffenlieferungen sowie als Pufferzone zum Grenzübergang in die Türkei. Gegenwärtig würden die IS-Kämpfer nach Angaben von Abdel Rahman die Enklave weiter von Nordwest angreifen und versuchen, sie von ihrem Grenzzugang abzuschneiden. Das Halten der Grenzverbindung ist für die YPG-Miliz essenziell, um Verstärkung kurdischer Peschmerga aus dem Nordirak zu erhalten.

Das Parlament der nordirakischen Autonomieregion Kurdistan hatte am Mittwoch beschlossen, die Verteidiger mit Peschmerga-Truppen zu unterstützen. Die kurdische Gorran-Partei im Nordirak teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass zunächst rund 200 Peschmerga-Soldaten mit schweren Waffen aufbrechen sollen.

Die internationale Koalition gegen den IS

Wie verschiedene Länder sich engagieren

Mehr als 40 Länder beteiligen sich nach Angaben von US-Präsident Barack Obama am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Motive sind unterschiedlich und nicht jeder greift militärisch ein. Am Luftkrieg in Syrien beteiligen sich nur arabische Verbündete, im Irak sind auch Nato-Länder sowie Australien dabei.

USA

Die mächtigste Militärmacht der Welt organisiert die internationalen Luftangriffe. Ab August wurden zunächst IS-Stellungen im Irak bombardiert. Dabei kann sich Washington auf einen Hilferuf Bagdads berufen. Seit September kamen völkerrechtlich umstrittene Angriffe in Syrien hinzu. Sie galten neben dem IS auch der Al-Kaida-nahen Chorasan-Gruppe. Dabei werden auch Ölförderanlagen und Raffinerien gezielt zerstört. Nach US-Angaben sollten damit die Finanzquellen des IS ausgetrocknet werden. Seit dem 26. September bombardieren die USA auch IS-Stellungen bei der umkämpften Kurdenstadt Kobane in Nordsyrien. Die USA bilden zudem syrische Rebellen für den Kampf gegen den IS und die Regierung in Damaskus aus und liefern Waffen.

Arabische Staaten

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar und Jordanien unterstützen die USA bei Luftangriffen in Syrien. Die Golfmonarchien sind vom IS bedroht, dessen „Kalifat“ einen Anspruch auf Herrschaft über alle Muslime erhebt. Zugleich drängen sie die USA auch zum Sturz der syrischen Regierung, die ihrerseits gegen die Islamisten einen Kampf um Leben und Tod führt.

Türkei

Die türkische Regierung leistet weiterhin nur humanitäre Hilfe und hat nach eigenen Angaben rund 200.000 Flüchtlinge aus der umkämpften Region Kobane aufgenommen. Die Regierung in Ankara hat ein Mandat des Parlaments, militärisch in Syrien und dem Irak gegen Terrororganisationen vorzugehen. Sie fordert für ein Eingreifen aber eine umfassende internationale Strategie, die den Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad einschließt. Die Forderung nach einem Korridor für kurdische Volksschutzeinheiten durch die Türkei hat sie abgelehnt. Der Nato-Staat hat auch dem Anti-IS-Bündnis nicht die Nutzung türkischer Stützpunkte erlaubt.

Frankreich

Als erstes EU-Land hat Frankreich im August Waffen geliefert und auch Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak geflogen. Dazu kommt Waffen- und Ausbildungshilfe für die irakischen Kurden.

Großbritannien

Washingtons engster Verbündeter fliegt ebenfalls Luftangriffe im Irak. Das Mandat des Parlaments schließt den Einsatz von Bodentruppen aus und beschränkt sich auf Einsätze im Irak. London liefert zudem Waffen an die irakischen IS-Gegner und leistet humanitäre Hilfe.

Dänemark

Als einziges skandinavisches Land beteiligt sich Dänemark mit F16-Kampfflugzeugen am Kampf gegen den IS. Außerdem will Kopenhagen Militärausbilder entsenden.

Belgien

Für Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak stellt Belgien sechs Jagdbomber vom Typ F-16 zur Verfügung. Zusammen mit den Kampfjets wurden rund 120 belgische Soldaten nach Jordanien verlegt.

Niederlande

Den Haag beteiligt sich mit sechs F-16 an dem Kampf. Zudem wurden rund 250 Soldaten nach Jordanien entsandt. Zusätzlich sollen 130 Militärausbilder irakische und kurdische Truppen ausbilden.

Australien

Australiens Luftwaffe beteiligt sich im Irak am Kampf gegen den IS. Dafür werden 600 Soldaten abgestellt. Die Basis ist Dubai.

Kanada

Kanada will sich an Luftangriffen gegen den IS im Irak beteiligen. Das Parlament erteilte der Regierung dafür ein Mandat.

Deutschland

Die Regierung schließt eine direkte Kriegsbeteiligung aus und beschränkt sich auf die Unterstützung der irakischen IS-Gegner. Dazu werden Infanteriewaffen wie Gewehre, panzerbrechende Waffen und andere Ausrüstungsgüter geliefert. Zudem werden irakisch-kurdische Kämpfer im Umgang mit Waffen und mit Minenräumgerät ausgebildet.

Anderweitiges Engagement

Länder wie ITALIEN, SPANIEN, GRIECHENLAND, BULGARIEN, TSCHECHIEN, die SLOWAKEI, PORTUGAL, POLEN oder NORWEGEN liefern Waffen, bilden Kämpfer gegen den IS aus oder leisten humanitäre Hilfe. Zypern stellt eine Basis für Luftangriffe zur Verfügung.

Israel

Ob sich der jüdische Staat am Kampf gegen den IS beteiligt, ist unklar. Ein hochrangiges Mitglied der Armee sagte, der jüdische Staat leite Geheimdiensterkenntnisse über den IS an die USA weiter.

Iran

Der Iran ist zwar nicht Teil der Anti-IS-Koalition, aber eines der ersten Länder, die den Irak und die Kurden mit Waffen beliefert haben. Laut Teheran wäre ohne diese frühe Hilfe schon der ganze Irak von der IS erobert worden. Anders als die Türkei und Saudi Arabien steht der Iran aber hinter Syriens Präsidenten Baschar al-Assad.

Zuvor hatte die Türkei am Montag eine Einreiseerlaubnis nach Kobane erteilt. Faktisch können so Kurden aus dem Nordirak über einen Korridor in der Türkei nach Nordsyrien gelangen, um dort an der Seite syrischer Kurden gegen die IS-Terrororganisation zu kämpfen. Der unmittelbare Landweg durch Syrien wird von IS-Kämpfern kontrolliert.

Die Terrormiliz IS, die zehntausende Kämpfe in ihren Reihen hat, hält seit Juni große Gebiete in Syrien und im Irak unter Kontrolle. Am 8. August begannen im Irak die internationalen Angriffe gegen die Dschihadisten, seit dem 23. September fliegt die Koalition auch Kampfeinsätze in Syrien. Insgesamt seien in Syrien seither mindestens 553 Menschen durch Luftschläge getötet worden, teilte die syrische Beobachtungsstelle mit. Die große Mehrheit der Getöteten seien Dschihadisten. Demnach seien insgesamt mindestens 464 IS-Kämpfer und 57 Kämpfer der Kaida-nahen Al-Nusra-Front getötet worden. Weiterhin seien bei den Luftschlägen mindestens 32 Zivilisten, darunter sechs Kinder, ums Leben gekommen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Josef Hirsepp

23.10.2014, 14:50 Uhr

Dasitzen Politiker hier zusammen, um uebe die Unterbringung von Fluechtlingen zu diskutieren, ansttt zusamme mit allen Konra-IS-Kraeften dort unte Bodentruppen zum Einatz zu bringen!

Die Deutsch-Fanzoesische allen voran, mit USA, CAN Russland im Schlepptau,um dort vorort Ruhe reinzubringen.
Danach kann man dann den Menschen dort in ihrem Kulturkreis sccke Unterkuenfte und Infrastruktur bauen, anstatt ueber Fluechtlingsunterkuenfe hier zulande zu schwafeln.
Das macht Sinn und bringt westlichen Lebenstil in den Nahen Osten genau so,
wie es schon von der EU im GAZA Streifen geplant ist!
( auc dort kann wiederholt mit zukuenftiger Zerstoerung z.B. durch Israel gerechnet werden!


oder simpel ausgedrueckt:

DAS KURDEN GEBIET den KURDEN!
so wie GAZA den Palestnensern!

Herr Josef Hirsepp

23.10.2014, 16:20 Uhr

Da sitzen nun unsere Politiker hier zusammen, um ueber die Unterbringung von Fluechtlingen zu diskutieren, ohne an die Folgekosten auch nur einen Hgedanken zu verschwenden, anstatt zusammen mit allen Kontra-IS-Kraeften dort unten Bodentruppen zum Einatz zu bringen!

Die Deutsch-Fanzoesische Brigarde muss allen voran marschieren, mit USA, CAN, Russland, Iran, Pakistan, China, Japan im Schlepptau, um dort vorort Ruhe reinzubringen.
Danach kann man dann den Menschen dort, in ihrem Kulturkreis schicke Unterkuenfte und eine neue Infrastruktur aufbauen, anstatt ueber Fluechtlingsunterkuenfe hier zulande zu schwafeln, ohne die Folgekosten und die sozialen Spannungen zu beruecksichtigen! Man hat wohl vergessen, wie gerne die Fluechtlinge aus dem osten im Westen gesehen wurden nach WWII!

nur so eine Vorgehensweise macht Sinn und bringt westlichen Lebenstil in den Nahen Osten, die Basis um die IS auch politisch zur Aufgabe zu zwingen!

So ist es auch schon von der EU fuer den GAZA Strip geplant, denn die sind eingekesselt!

( auch dort kann wiederholt mit zukuenftiger Zerstoerung z.B. durch Israel gerechnet werden!


oder simpel ausgedrueckt:
Das KURDENGEBIET den KURDEN, so wie GAZA den Palestinensern!
Keine Kurden- und Palestinenserclouds in Deutschland!

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