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25.03.2011

07:43 Uhr

Kampfansage

Sarkozy droht arabischen Diktatoren

In der Libyen-Frage ist die EU tief gespalten. Frankreich und Großbritannien kämpfen an vorderster Front, Deutschland bleibt außen vor. Und jetzt droht Präsident Sarkozy schon wieder.

Sarkozy in Brüssel: Kampfansage an arabische Despoten. Quelle: dapd

Sarkozy in Brüssel: Kampfansage an arabische Despoten.

BrüsselDie EU erneuert ihre Rücktrittsforderung an den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. "Gaddafi muss gehen", sagte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy am frühen Freitagmorgen in Brüssel. Das nordafrikanische Land müsse rasch den Weg hin zur Demokratie gehen.

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ging noch weiter und drohte auch anderen Diktatoren. "Jeder Herrscher muss verstehen, und vor allem jeder arabische Herrscher muss verstehen, dass die Reaktion der internationalen Gemeinschaft und Europas von nun an jedes Mal die Gleiche sein wird", sagte er "Wir werden an der Seite der Bevölkerung sein, die ohne Gewalt demonstriert."

Sein Engagement für die Militäroperation in Libyen begründete er so: "Wenn die Koalition nicht gehandelt hätte, wäre die Bevölkerung von Bengasi Opfer eines Massakers geworden."

Die EU-Gipfel beschloss, den Druck auf Gaddafi mit verschärften Sanktionen zu erhöhen. "Die EU ist bereit, weitere Sanktionen zu initiieren und zu beschließen. Dazu gehören Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Öl- und Gas-Einnahmen nicht das Gaddafi-Regime erreichen", hieß es in einer Erklärung der Gipfelrunde.

Die EU beschloss eine historische Reform zur Absicherung der Euro-Währung. Dazu gehört ein verschärfter Stabilitätspakt und ein neuer Krisenfonds für klamme Eurostaaten. Die Schuldenkrise geht unterdessen weiter - neuer Kandidat für Milliarden-Hilfen ist Portugal.

Kommentare (32)

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Zahlmeister

25.03.2011, 08:09 Uhr

Man darf gespannt sein was der Kasper mit dem Napoleonsyndrom aus Paris unternimmt, wenn es die nächsten gewaltsamen Aktionen gegen Demonstranten in Moskau oder Peking gibt.

Account gelöscht!

25.03.2011, 08:35 Uhr

Herr Sarkozy ist der größte Kriegstreiber in der EU, er stürzt uns alle in einen unkalkulierbaren Krieg.
Heute Libyen und morgen??? Stoppt diesen kleinen gerne groß sofort, und überlegt den Sinn der NATO neu, oder anders formuliert, die BRD hat die NATO sofort verlassen.
Alternativlos.

Martin

25.03.2011, 08:45 Uhr

Ob EU, Sarkotz i, USA, UK etc.....
Das ist doch alles nur noch krank was da abgeht !!!
Und die Menschen sehen zu und lassen das zu, dass diese Affen die Welt ins Chaos stürzen !
Es scheint, die Menschen haben ANGST vor FREIHEIT und SELBSTVERANTWORTUNG !
Sonst wären wir nicht da wo wir sind.
Ganz zu schweigen wo wir so noch hinkommen !!!!!!

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