Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.11.2015

17:32 Uhr

Kampfeinsatz gegen den IS

Iran verspricht Putin Unterstützung

Der Iran lobt Russland für dessen Syrienpolitik. Beide wollen Machthaber Baschar al-Assad in eine Lösung einbinden. Ajatollah Ali Chamenei verspricht Wladimir Putin die uneingeschränkte Solidarität im Kampf gegen den IS.

Wie Russland unterstützt der Iran den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und will ihn in eine politische Lösung des Syrienkonflikts einbinden. dpa

Der oberste iranische Führer Ali Chamenei

Wie Russland unterstützt der Iran den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und will ihn in eine politische Lösung des Syrienkonflikts einbinden.

TeheranDer oberste iranische Führer Ali Chamenei hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die uneingeschränkte Solidarität seines Landes beim Kampfeinsatz in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versprochen.

„Der Iran steht hinter der konstruktiven Politik Russlands in Syrien“, sagte der Ajatollah bei einem Treffen mit Putin am Montag in Teheran. Wenn die Terroristen jetzt in Syrien nicht gestoppt würden, dann würden sie sehr bald zu einer globalen Gefahr für alle, warnte Chamenei.

New York, Madrid, Paris, ...: Der neue Krieg

New York, Madrid, Paris, ...

Premium Der neue Krieg

Der Krieg verändert sein Gesicht. Beim Kampf gegen Terrorgruppen wie den Islamischen Staat gibt es weder Sieg noch Niederlage – und deswegen ist auch nicht zu erwarten, dass er bald enden wird. Eine Bedrohungsanalyse.

Er teile mit Putin den Standpunkt, dass die politische Zukunft Syriens nicht von außen, sondern vom syrischen Volk selbst bestimmt werden müsse, sagte Chamenei. „Mit Ihrer Syrienpolitik haben Sie für Ihr Land und für sich selbst sehr viel Kredit in der Region gewonnen“, sagte der Geistliche, der nach der iranischen Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

Putin lobte den Iran als einen „guten und zuverlässigen Partner“ in der Region. Moskau brauche laut Putin die Zusammenarbeit mit Teheran für eine politische Lösung in Syrien und einen effektiven Kampf gegen den IS. Als Zeichen der neuen Solidarität der beiden Länder schenkte Putin dem Ajatollah vor dem Treffen eine alte handgeschriebene Kopie des Korans. Das Geschenk soll laut Experten äußerst wertvoll sein.

Ein Überblick ohne Tabus: Fünf Strategien gegen den Terror

Ein Überblick ohne Tabus

Premium Fünf Strategien gegen den Terror

Seit fast 15 Jahren kämpft der Westen vergebens gegen den islamischen Terrorismus – mit militärischen, diplomatischen und geheimdienstlichen Mitteln. Fünf Optionen, wie wir der Gefahr begegnen können – ohne Tabus.

Anlass des Putin-Besuches war das Gipfeltreffen des Forums Gas exportierender Länder (GECF) in Teheran. Putin wollte vor seiner Abreise am Abend auch mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani über die Syrienkrise sprechen.

Wie Russland unterstützt der Iran den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und will ihn in eine politische Lösung des Syrienkonflikts einbinden. Für Ruhani hat allerdings der Kampf gegen den IS höchste Priorität. Diskussionen um die Person Assad würden aus Sicht Teherans den IS nur weiter stärken, zu noch mehr Flüchtlingen in Europa und mehr Anschlägen wie in Paris führen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×