Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2013

21:30 Uhr

Kampfjet-Einsatz

Zwischenfälle vor Fußball-Finale in London

Britische Kampfjets haben ein pakistanisches Passagierflugzeug mit 297 Insassen abgefangen. Grund war ein Zwischenfall an Bord. Auch eine Autobahn sperrte die Polizei wegen eines verdächtigen Fahrzeugs.

Kampfjets eskortieren Flugzeug nach London-Stansted

Video: Kampfjets eskortieren Flugzeug nach London-Stansted

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

LondonEinen Tag vor dem Finale der Champions League in London haben Zwischenfälle zu Lande und in der Luft die britischen Sicherheitskräfte in Atem gehalten. Am Freitagabend sperrte die Polizei wegen eines verdächtigen Fahrzeugs eine der wichtigsten Autobahnen des Königreichs. Ein Teil der M6 sei deshalb in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der auffällig gewordene Wagen stehe auf einem Rastplatz nördlich von Coventry.

Wenige Stunden zuvor waren Kampfjets aufgestiegen, um ein pakistanisches Verkehrsflugzeug nach einem Vorfall am Bord sicher zur Erde zu geleiten. Britische Sicherheitskräfte leiteten das Passagierflugzeug nach London um und nahmen zwei Passagiere fest.

Ein Kampfflugzeug eskortierte die Maschine mit rund 300 Passagieren an Bord am Freitag zum Flughafen Stansted, wie die Behörden mitteilten. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen hatte der Vorfall keinen terroristischen Hintergrund, aus der Fluggesellschaft PIA verlautete, dass ein Familienstreit zu dem Großeinsatz geführt haben könnte.

Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, Kampfjets vom Typ Typhoon seien wegen des Vorfalls unter Alarmbedingungen vom Militärstützpunkt Coningsby gestartet. Nach der Landung der in Lahore gestarteten Passagiermaschine in Stansted sei die Angelegenheit der Polizei überantwortet worden. Ein Ministeriumssprecher erläuterte, ein Kampfjet komme dann zum Einsatz, wenn der Pilot oder ein anderes Mitglied der Flugzeugbesatzung im britischen Luftraum einen Notruf absetze.

Laut BBC kam das pakistanische Linienflugzeug mit etwa 300 Passagieren an Bord am Ende der Landebahn des außerhalb Londons gelegenen Flughafens zum Stehen. Die Maschine sollte eigentlich im nordwestenglischen Manchester landen.

Nach der Landung seien zwei Männer im Alter von 30 und 41 Jahren festgenommen worden, weil sie das Flugzeug "in Gefahr gebracht" hätten, teilte ein Polizeisprecher mit. Verletzt wurde bei dem Vorfall demnach niemand. Anscheinend handle es sich nicht um einen terroristischen Vorfall, hieß es aus Ermittlungskreisen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×