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29.12.2011

19:27 Uhr

Kampfjets

USA schnüren Waffendeal mit Saudi-Arabien

Die USA liefern 84 F15-Kampfjets an Saudi-Arabien. Der Zeitpunkt des 30 Milliarden-Deals dürfte kein Zufall sein. Angesichts wachsender Drohungen aus dem Iran setzen die USA auf einen starken Partner in der Region.

F15-Kampfjet der US Air Force. Die USA liefern 84 modernste Jets an Saudi-Arabien. AFP

F15-Kampfjet der US Air Force. Die USA liefern 84 modernste Jets an Saudi-Arabien.

HonoluluMega-Waffendeal in kritischer Zeit: Angesichts wachsender Drohungen aus dem Iran liefert Washington 84 modernste F15-Kampfjets an Saudi-Arabien. Außerdem sollen 70 Maschinen der saudischen Luftwaffe modernisiert werden. Der Deal hat ein Volumen von 30 Milliarden Dollar (23,2 Milliarden Euro), teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit.

Ausdrücklich heißt es, die Vereinbarung sei ein Zeichen dafür, dass die USA auf ein starkes saudisches Militär in der Region setzten. Dies sei „eine Schlüsselkomponente zur regionalen Sicherheit“. Erst in den vergangenen Tagen hatte Teheran mit der Drohung einer Blockade der Öltransporte am Golf die Spannungen der Region weiter verschärft.

Offiziell bestritten US-Regierungsbeamte allerdings, dass es einen direkten Zusammenhang mit den gegenwärtigen Spannungen gebe. Das Rüstungsgeschäft sei jahrelang eingefädelt und bereits vor Weihnachten abgeschlossen worden. Zudem solle es 50.000 Arbeitsplätze in den USA sichern. Die ersten neuen Maschinen, die von Boeing hergestellt werden, würden 2015 ausgeliefert.

Die Vereinbarung ist Teil eines 60 Milliarden Dollar (43 Milliarden Euro) umfassenden Deals zwischen beiden Ländern, dem der US-Kongress bereits vor einem Jahr zugestimmt hatte. Es handele sich um das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte beider Länder, hieß es. Bereits Ende 2010 hatte die US-Regierung das Waffengeschäft ausdrücklich mit der wachsenden Militärmacht Teherans begründet.

Das Gesamtgeschäft von 60 Milliarden Dollar ist auf eine Laufzeit von über zehn Jahren ausgelegt. Neben der Lieferung der F15-Kampfjets und die Aufrüstung von 70 bereits gelieferten Maschinen ist die Lieferung von 70 „Apache“-Kampfhubschraubern, verschiedenen Raketentypen sowie Radarsystemen vorgesehen.

Die Lieferung werde „eine deutliche Botschaft an die Länder der Region senden, dass wir gewillt sind, die Sicherheit unserer wichtigsten Verbündeten am Arabischen Golf und in der weiteren Region des Nahen Osten zu unterstützen“, sagte der Staatssekretär für politische und militärische Angelegenheiten, Andrew Shapiro, Ende 2010.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Euyonimus

30.12.2011, 01:14 Uhr

Es ist völlig egal, welche Regierung in USA am Ruder ist, sie schaffen es immer noch und immer wieder, zum Wohle ihrer Nation, d.h. über Waffengeschäfte ihr Staatsbudget zu sanieren, das zu hohem Maße vom Rüstungsgeschäft abhängig ist. Dazu dient es ihnen, Krisenherde zu schüren und zu etablieren, um daraus einen hohen Nutzen zu ziehen.
So war das immer,zuletzt zu Zeiten des Irak Krieges wurden die Saudis in MRDs hoch aufgerüstet. Diese sind willige Zahler, fürchten sie doch, letztlich von USA fallen gelassen zu werden, wenn das Öl nicht mehr so sprudelt.

Letztlich soll am besten das Drecksgeschäft Krieg für USA und Israel von diesen eben besorgt werden, just for oil....

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