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04.01.2012

08:59 Uhr

Kandidaten-Kür

Acht Stimmen Vorsprung: Romney holt Iowa

Mitt Romney hat die erste Vorwahl der US-Republikaner zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten für sich entscheiden - mit gerade einmal acht Stimmen Vorsprung.

Unentschieden in Iowa

Video: Unentschieden in Iowa

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Des MoinesDie erste Vorwahl der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ist ausgesprochen knapp ausgegangen. Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat sich nach Angaben der Republikaner mit hauchdünner Mehrheit als Sieger durchgesetzt. Bei der Wahl im Bundesstaat Iowa hat sich Romney allerdings nur mit acht Stimmen Vorsprung gegen den Ex-Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, durchgesetzt.

Der republikanische Parteichef in Iowa, Matt Strawn, erklärte Romney am frühen Mittwochmorgen nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem christlich-konservativen Ex-Senator Rick Santorum zu Sieger. Romney erhielt demnach 30.015 Stimmen, auf Santorum entfielen 30.007 Stimmen. Insgesamt nahm den Angaben zufolge eine Rekordzahl von 122.255 Republikanern an den sogenannten Caucuses teil. Hinter Romney und Santorum mit je 25 Prozent landete der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul US-Medienberichten zufolge mit 21 Prozent auf dem dritten Platz.

Die weiteren Bewerber folgten erst mit deutlichem Abstand. Der frühere Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, stand demnach bei 13 Prozent, der texanische Gouverneur Rick Perry bei zehn Prozent und die Tea-Party-Ikone Michele Bachmann bei fünf Prozent. Der Ex-Gouverneur von Utah, Jon Huntsman, der in Iowa so gut wie keinen Wahlkampf betrieben hatte, erreicht weniger als ein Prozent.

Das Ergebnis ist so knapp, dass die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November wohl offen bleiben dürfte.

Zeitweise lag Santorum lediglich fünf von rund 120.000 Stimmen vor Romney, berichtete CNN. Allerdings gilt der 64-jährige Romney Umfragen zufolge landesweit als Favorit. Experten halten den langjährigen Manager einer Finanzfirma wegen seiner Wirtschaftskompetenz für den schwierigsten der möglichen Gegner Obamas. Die Themen Wirtschaft und Arbeitslosigkeit dürften die wichtigsten Punkte im bevorstehenden Wahlkampf sein.

Der Terminkalender der US-Vorwahlen

3. Januar

Iowa (caucus)

10. Januar

New Hampshire (primary)

21. Januar

South Carolina (primary)

31. Januar

Florida (primary)

4. Februar

Nevada (caucus)

4. bis 11. Februar

Maine (caucus)

7. Februar

Colorado (caucus)
Minnesota (caucus)
Missouri (primary)

28. Februar

Arizona (primary)
Michigan (primary)

3. März

Washington (caucus)

6. März (Super Tuesday)

Alaska (caucus)
Georgia (primary)
Idaho (caucus)
Massachusetts (primary)
North Dakota (caucus)
Ohio (primary)
Oklahoma (primary)
Tennessee (primary)
Vermont (primary)
Virginia (primary)

6. bis 10. März

Wyoming (caucus)

10. März

Kansas (caucus)
U.S. Virgin Islands (caucus)

13. März

Alabama (primary)
Hawaii (caucus)
Mississippi (primary)

17. März

Missouri (GOP caucus)

20. März

Illinois (primary)

24. März

Louisiana (primary)

3. April

District of Columbia (primary)

Maryland (primary)
Wisconsin (primary)
Texas (primary)

24. April

Connecticut (primary)
Delaware (primary)
New York (primary)
Pennsylvania (primary)
Rhode Island (primary)

8. Mai

Indiana (primary)
North Carolina (primary)
West Virginia (primary)

15. Mai

Nebraska (primary)
Oregon (primary)

22. Mai

Arkansas (primary)
Kentucky (primary)

5. Juni

California (primary)
Montana (primary)
New Jersey (primary)
New Mexico (primary)
South Dakota (primary)

26. Juni

Utah (primary)

Romney griff Obama in seiner Rede vor Unterstützern am Abend genau auf diesem Feld an: „Dies ist eine gescheiterte Präsidentschaft“, sagte er und ergänzte: „Die Lücke zwischen seinen Versprechen von vor vier Jahren und seiner Leistung ist größer als alles, was ich jemals in meinem Leben gesehen habe.“

Den vierten Platz belegte der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich mit rund 13 Prozent. Der texanische Gouverneur Rick Perry erhielt gut zehn Prozent. Er kündigte an, seine Kampagne zumindest vorübergehend auf Eis zu legen. „Ich habe entschieden, nach Texas zurückzukehren, um die Ergebnisse der heutigen Wahl einzuordnen und herauszufinden, ob es einen weiteren Weg für mich in diesem Rennen gibt“, sagte Perry am Abend vor Unterstützern.

Die Kongressabgeordnete Michele Bachmann dagegen, die mit fünf Prozent abgeschlagen auf den sechsten Platz kam, schlug einen optimistischeren Ton an: „Es gibt viele weitere Kapitel, die auf unserem Pfad zur Nominierung geschrieben werden“, sagte sie.

Die Wahl-Sticker der republikanischen Kandidaten. AFP

Die Wahl-Sticker der republikanischen Kandidaten.

Kommentare (5)

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MenschenZeitung

04.01.2012, 07:34 Uhr

man fragt sich immer wieder, was die geldverschwendung soll - aber naja, manche meinen ja, es sei demokratisch...
was demokratisch ist, wenn derweil 48 mio menschen von lebensmittelmarken leben müssen und kandidaten mehrere moi für ihr ego verballern, das muss irgendwann mal einer der kandidaten erklären...Santorum, er ist nicht besser als die anderen Kandidaten, nicht besser als Romney, er ist nicht schlechter als sie, Romney und Santorum sind aus europäischer Sicht Menschen einer anderen Zeit, sind gerade noch das Mittelmass der Republikaner, gehören aber dennoch zu den Kandidaten, die sich der Ochsentour der Republikaner im Vorwahlkampf stellen dürfen, jene verbliebenen rückwartsgewandten Gesichtslosen, die alleine durch ihre merkwürdigen Thesen zu Gott und der Welt im Rampenlicht stehen, es sind jene eben, die auch die stark gewachsene Tea-Party und ihre komödiantischen Anhänger halbwegs zufrieden stellen können, und doch ist all das eigentlich eher traurig, aus unserer Sicht gesehen, die wir eher Menschen klaren Kopfes bevorzugen und nicht Populisten unterster Schublade.

Aus unserer Sicht, sind sie allesamt gelinde gesagt etwas hinterwäldlerisch und scheinen ihre Bildung allenfalls der Bibel zu entnehmen, weltfremd sind sie und nicht gerade das, was wir zumindest von einem Hauptschüler oder Bildleser an Kenntnissen erwarten würden, aber den Republikanern scheint es zu genügen, wenn man bis zum eigenen Gartenzaun denkt, wäre da nicht eventuell aus europäischer Sicht die Gefahr, sie würden unter Umständen den nächsten Krieg beginnen und dabei ihr Ziel um einige tausend Meilen verfehlen können, reicht doch ihr Wissen der Geographie eher bis zum eigenen Nabel denn darüber hinaus. ... http://menschenzeitung.de/?p=11434

Account gelöscht!

04.01.2012, 09:03 Uhr

Was ist denn das für ein Button mit dem Davidsstern?

Macht mich irgendwie nervös nach dem hier
http://www.biblestudysite.com/judeawar.htm

Account gelöscht!

04.01.2012, 09:04 Uhr

Sie alleine sind die wahren Wissenden! Klar! Sie bestimmen, was Toleranz ist!
Bleiben Sie bitte im Abseits einer unbeachteten WEB-Adresse, weit weg von dem, was die Welt (und nicht nur Tageträumer) bewegt!

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