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31.08.2012

09:46 Uhr

Kanzlerin in China

Deutsche Wirtschaft beklagt sich über China

VonFinn Mayer-Kuckuk

Der Markt mag der größte der Welt sein – doch die chinesische Regierung stellt Investoren weiterhin Hürden. In Anwesenheit der Kanzlerin machten deutsche Firmenchefs ihrem Unmut Luft. Anlässe zur Klage gibt es viele.

Im Rücken von Angela Merkel beschwert sich die deutsch Wirtschaft über die Bedingungen in China. dpa

Im Rücken von Angela Merkel beschwert sich die deutsch Wirtschaft über die Bedingungen in China.

PekingZoff in der chinesischen Hafenstadt Tianjin: Deutsche Firmen beklagen sich bei Premier Wen Jiabao über die Geschäftsbedingungen in China. Wichtigster Kritikpunkt war die Vergabe öffentlicher Aufträge. „Es geht uns darum, die Früchte unserer langjährigen Investitionen in Ihrem Land ernten zu können“, sagt Lorenz Zwingmann, der Chef des Zugausrüsters Knorr-Bremse.

Merkel selbst hatte zuvor ein Beispiel genannt. Zahlreiche Gemeinden in China beteiligen deutsch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen nicht mehr an der Vergabe von Aufträgen für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Hintergrund ist die Entwicklung der technischen Fertigkeiten im Inland: Häufig findet sich in der Region ein Zughersteller, der ähnliche S- und U-Bahnen bauen kann.

Kanzlerin Angela Merkel befindet sich derzeit auf einer zweitätigen Chinareise aus Einladung von Premier Wen Jiabao. Ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern beider Seiten gehört zum Ritual solcher Besuche: An der Stirnseite des Raumes sitzen dabei die beiden Regierungschef, rechts vor ihnen aufgereiht die deutschen Firmenchefs. Diesen links gegenüber sitzen die chinesischen CEOs.

Ein heiß diskutiertes Thema war bei der gegenseitigen Aussprache auch das Thema Ideenklau. Während China sich in der Vergangenheit überhaupt nicht um Patente gekümmert hat, verwenden die Firmen des Landes dieses Mittel nun inflationär. „Wir sind etwas besorgt über die Flut der Patente und Gebrauchsmuster“, sagte Martin Brudermüller, Vorstandsmitglied der BASF. Da die Chinesen alles und jedes patentierten, wachse für ausländische Spieler die Gefahr, unwissentlich ein Schutzrecht zu verletzen und Ärger zu bekommen.

Kommentare (13)

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pro-d

31.08.2012, 10:03 Uhr

wo gehobel wird, fallen Späne.

Denkt bloss nicht, dass es da alels auf dem Sibertablett serviert wird.

Aber auch hier wird nur der Bessere siegen. Wer denkt, dass er mit deutsche Denke dort wirklich Erfolg hat, irrt sich total. Wir alle mussten da durch und in China zu arbeiten ist am Anfang mehr als nur frustend.

Hinzu kommt gerade, dass unsere chinesischen Kollegen immer mehr selbstbwusst werden. Man wird mehr und merh gleuichberechtigt. ein Zustand, womit viele sich schwer tun.

Trotzdem, nur da geht unser Weg lang.
- China hat den Markt
- Wir, die deutschen Ingenieure haben die Ideen.

Sozialschmarotzer und Souzilogen sidn allerding hierbei weniger gefragt.

hajoha

31.08.2012, 10:16 Uhr

.....ich kann nur davor warnen deutsche Technologien den Chinesen vorzulegen. Sie werden es haben wollen und dies mit allen Mitteln erreichen. Es gibt nur den einen Weg über Fertigprodukte in den Markt zu gehen. Keinesfalls ist es ratsam in China zu produzieren. Dies haben deutsche Unternehmer unter Schmerzen erfahren. Sie haben das Land verlassen, weil sie zu naiv waren. China hat einen Traum und das ist die Weltherrschaft zu erreichen. Vor hunderten von Jahren sprachen unsere Vorfahren von der gelben Gefahr. Sie besteht nach wie vor.

pr-d

31.08.2012, 10:48 Uhr

Sorry, das ist doch voll daneben und funktioniert nun mal nicht.

Keiner sagt, dass man im Geschäftsleben naiv sein kann. Aber Sie denken doch wohl nicht im Ernst, dass man auf dem asiatischen Markt eine Chance hat, wenn man in Deutschland produziert. Wir müssen so unendlich viele Sozialschmarotzer und Dolce-Vita Staaten mit durchfüttern. Und bei den denn entstehenden Lohnkosten klappt das nie, dass man Konsumgüter nach Asien exportiert.

Wer denkt, dass wir uns hier einmauern können, der ist bald da, wo die Engländer gerade an ihrem Untergang arbeiten


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