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27.02.2014

15:31 Uhr

Kanzlerin in London

Cameron von Merkel begeistert

Große Ehre und große Erwartung: Die Kanzlerin spricht in London vor beiden Häusern des Parlaments. Dem oft EU-kritischen Großbritannien attestiert sie eine wichtige Rolle für den Zusammenhalt Europas. Cameron gefällt's.

Heimspiel für den britischen Premier David Cameron – er begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Londoner Downing Street. dpa

Heimspiel für den britischen Premier David Cameron – er begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Londoner Downing Street.

LondonBundeskanzlerin Angela Merkel hat die EU-Skeptiker in Großbritannien zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung für den Zusammenhalt in Europa aufgefordert. In einer mit Spannung erwarteten Rede vor beiden Häusern des britischen Parlaments beschwor Merkel am Donnerstag in London die friedens- und freiheitssichernde Bedeutung einer funktionierenden Achse Berlin-London-Brüssel.

Dabei unterstützte die CDU-Vorsitzende den Wunsch des konservativen britischen Premierministers David Cameron nach mehr Bürokratieabbau und sprach sich punktuell auch für eine Änderung der EU-Verträge aus. Beides machte sie aber zurückhaltend und forderte zugleich von London, eine starke Rolle in Europa zu spielen. Teile ihrer Rede hielt sie auf Englisch.

Cameron nannte Merkels Rede im Kurznachrichtendienst Twitter ausgezeichnet. Seine Regierung erhofft sich Schützenhilfe von Merkel für Reformen der Europapolitik. Cameron will unter anderem die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU begrenzen und die Arbeitszeitrichtlinie beschneiden. Einige EU-Länder wehren sich gegen Sonderwünsche Londons.

Merkel bezeichnete es als Ehre, dass sie nach Bundeskanzler Willy Brandt 1970 und Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1986 als dritte deutsche Politikerin vor den Abgeordneten sprechen konnte.

Nach einer Umfrage des britischen Instituts YouGov genießt Merkel bei den Briten hohes Ansehen. Laut einer Umfrage haben 44 Prozent eine positive Meinung von ihr. Nur elf Prozent sehen sie negativ. 59 Prozent antworteten, ihre Meinung von Deutschland sei positiv. 67 Prozent der Briten gaben an, dass der Zweite Weltkrieg ihre Meinung über das heutige Deutschland nicht beeinflusse.

Kommentare (10)

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27.02.2014, 15:45 Uhr

Frau Merkels Auftritt heute vor dem Britischen house of parliament.

Peinlich peinlich.

Wie aufgezogen eine FDJ-Rede vor dem DDR-Zentral-Kommitee. "Steigerung der Produktivität" hätte sie noch sagen sollen.

Der grösste Witz war, dass sie von der Wende 1989 begeistert war und endlich Freiheit und Demokratie in der BRD erfahren habe.

Das hat sie doch jetzt alles zurückverwandelt in eine DDR. CDU und Abgeordnete entkernt, stumm gemacht als Abstimm-Vasallen.


Sie sagt, sie braucht UK in der EU, als "Einzahler" und damit das "durchgerührte Europa" weitergehen kann.

Wenn UK in der EU bleibt, dann verliert es seine Identität, seine Tradition, sein kulturelles Erbe und seine Freiheit !

Frau Merkel steht dür die fortschreitende Diktatur aus Brüssel. Eben eine Macht-EU-Krake.

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Mal 9 Monate abwarten, bei sooo viel Harmonie ...?

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27.02.2014, 15:47 Uhr

Die "EU in Brüssel" will ja die Völker in Europa abschaffen. Das wissen auch die Schweizer, von daher kann ich das Votum der Schweizer sehr gut nachvollziehen.

"EU in Brüssel" will aus Europa eine durchgerührte Suppenschüssel machen, überall wo sich jemand dagegen wehrt, wird die Region mit Einwanderung mundtot gemacht, damit Verfremdung entsteht und die Menschen ihre Identität als Volk verlieren sollen.

Somit wird "Freizügigkeit" vollkommen überzogen.

Ich bin Schweizer. Verstehe euch. Schämt euch nicht !

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Das beste in der Schweizer Zeitung gestern war:

"EU-Elite und Medien in Deutschland verurteilen die Schweiz - die Bürger in Deutschland gratulieren ".

Genau das ist die "Kruste aus Politik und Meinungs-Zuchtmeister-Medien in Deutschland", die eine Zuchtmeister-Ideologie darstellen, die von den Deutschen ABGELEHNT wird, da sie ihre Meinung garnicht mehr darstellen oder vertreten.

Lüge, Propaganda, EU-Besoffenheit.

Account gelöscht!

27.02.2014, 15:50 Uhr

So ist es halt mit dieser "Warmen-Wort-Redekanzlerin" Merkel...im Ausland die Freiheit und Meinungs- bzw. Diskussionskultur loben und im eigenen Land mit diktatorischen und rethorischen Medienmeinungen eine Energiewende/Kernkraftausstieg auf Basis eines obskuren Ethikrat durchziehen und bei der ESM Abstimmung die Parlamentspolitiker zu einen "Ja ESM" in kürzester Zeit drängen....Heuchelei einer machtbesessenen Politikerin. Das Diktat kommt meist freundlich aber bestimmt daher...wie die schwarze Machtpolitik dieser "Mutti-Merkel" (schwarze Witwe)

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