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05.06.2012

20:55 Uhr

Kanzlerin Merkel

Ein Arbeitsmarkt für ganz Europa

Ein gemeinsamer Arbeitsmarkt für Europa soll her. Das forderte die Kanzlerin in Schloss Meseberg bei einem Spitzentreffen. Fachkräftemangel und hohe Arbeitslosigkeit könnten so auf internationaler Ebene bekämpft werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schloss Meseberg. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schloss Meseberg.

MesebergBundeskanzlerin Angela Merkel hat die Verwirklichung eines europäischen Arbeitsmarktes gefordert. Angesicht eines bereits verwirklichten Binnenmarktes in Europa und der Freizügigkeit von Arbeitskräften in der Union sollte nun die schrittweise Schaffung eines europäischen Arbeitsmarktes angegangen werden, sagte Merkel am Dienstagabend nach einen Treffen mit den Spitzen von Gewerkschaften und Wirtschaft in Schloss Meseberg nahe Berlin.

Merkel erklärte, für einen umfassenderen gemeinsamen Arbeitsmarkt spräche die Tatsache, dass etwa in Deutschland nach Fachkräften gesucht werde, während in vielen anderen europäischen Ländern eine hohe Arbeitslosigkeit herrsche.

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Fachkräftemangel in Deutschland werde noch dramatischer. Nur die Politik könne helfen.

Merkel traf sich bereits zum dritten Mal mit Gewerkschaften und Wirtschaftsvertretern, um über ein gemeinsames Vorgehen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu beraten.

DGB-Chef Michael Sommer beklagte, dass es in Deutschland noch 1,5 Millionen junge Menschen gebe, die noch immer ohne eine Berufsausbildung seien. Merkel versicherte, hier solle gemeinsam nach Wegen gesucht werden, diese Zahl zu verringern. Ein gutes Ausbildungssystem sein zentral, um Deutschland zukunftsfähig zu halten, sagte Merkel. Vorbehalte ließ Merkel mit Blick auf ein Punktesystem bei der Zuwanderung von Fachkräften nach nordamerikanischem Vorbild erkennen.

Das strittige Thema Betreuungsgeld, das am Mittwoch auch auf der Tagesordnung des Kabinetts steht, wurde bei dem Treffen offenbar nur gestreift. Das es hierzu unterschiedliche Auffassungen gebe, sei bekannt, sagte Merkel.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler nannte die Bekämpfung des Fachkräftemangels zentral für die Sicherung des Wirtschaftswachstums und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Von

rtr

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

05.06.2012, 21:21 Uhr

Wieso Fachkräftemangel? Deutschland hat 8 Millionen Arbeitssuchende und prekär Beschäftigte.

Wenn ich an Die Tankstelle gehe, und die keine Diesel für 10ct/Liter haben, ist es doch auch Blödsinn von Dieselknappheit zu sprechen.


Genauso ist es mit den Fachkräften, es gibt sie mehr als ausreichend - für Geld!

http://www.presseportal.de/pm/8327/2136175/diw-oekonom-karl-brenke-der-fachkraeftemangel-ist-eine-fata-morgana-fachkraeftemangel-beruht-auf

Account gelöscht!

05.06.2012, 23:07 Uhr

Wir haben doch schon Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa.
Typische Politiker-Nebelkerze.

Tabu

05.06.2012, 23:40 Uhr

Frankreich will ja auch schon seine Dauerarbeitslosen
hier abladen und oder ausbilden lassen.Werden nicht
gerade die sein,um die man sich reißt.
Von den bis zu jeweils 50% der Arbeitslosen in Spanien und in Griechenland,haben mehr als ein drittel keinen Schulabschluß.Ist der Angela eigentlich bewußt was sie da
zusagt,oder ist es ein Tauschgeschäft für andere Zusagen,
die sie dann erhält.Merkel und Schäuble haben ihre
inneres Europa schon längst vollzogen und vergessen,das
Volk dabei mitzunehmen..Ist ja von deren Standpunkt auch nicht mehr das deutsche Volk..ist ja jetzt Europa seines.

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