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22.03.2017

17:30 Uhr

Kanzlerin Merkel

Kein Interesse an Eskalation mit der Türkei

Mit neuen Aussagen provoziert der türkische Präsident Europa und Deutschland. Kanzlerin Merkel lässt sich darauf allerdings nicht ein. Vielmehr begrüßt sie den angekündigten Verzicht auf türkische Wahlkampfauftritte.

Die Kanzlerin setzt beim Umgang mit dem türkischen Präsidenten auf Deeskalation. AP

Angela Merkel

Die Kanzlerin setzt beim Umgang mit dem türkischen Präsidenten auf Deeskalation.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will trotz neuer Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Europa und Deutschland eine Verschärfung der Situation vermeiden. „Deutschland hat kein Interesse an einer Eskalation der Beziehungen zur Türkei“, sagte Merkel dem „Saarländischen Rundfunk“ (Mittwoch).

Es bleibe auch dabei, dass Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland genauso als Bürger aufgefasst würden, mit denen man gut zusammenleben wolle. Zugleich vertrete die Bundesregierung aber ihre Interessen und Werte und suche dazu weiter das Gespräch und auch die Auseinandersetzung mit der Türkei, machte die Kanzlerin deutlich.

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Merkel begrüßte den angekündigten Verzicht auf Wahlkampfauftritte türkischer Regierungspolitiker in Deutschland. Dies werde „sicherlich eher zur Befriedung“ der Situation beitragen. Die Ursachen könne sie nicht genau bewerten. Sie verwies auf eine Verbalnote des Auswärtigen Amts, wonach Veranstaltungen fünf Arbeitstage vorher angemeldet werden müssten – vom 27. März an könnten hier lebende Türken für das Referendum abstimmen. Insofern sei die Phase der Wahlkampfauftritte „vielleicht auch zu einem natürlichen Ende gekommen“.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Heinz Keizer

22.03.2017, 17:57 Uhr

Kein Interesse an Eskalation mit der Türkei

Es geht nicht um Eskalation, sondern um die Gefahr, die von integrierunfähigen und -unwilligen Erdogananhängern in Europa ausgeht. Erdogan wird sie notfalls gegen uns einsetzen. Wie sicher er sich schon war, konnte man vor der Wahl in den NL sehen. Dieser Mann muß umgehend gestoppt werden, nicht wegen seiner Verbalattacken, sondern weger der Gefahr, die von ihm für Europa ausgeht.

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