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18.02.2015

17:13 Uhr

Kapitalmarktreform

EU-Kommission gibt Startschuss

Die EU will bessere Bedingungen für Wachstum schaffen. Eine wesentliche Rolle soll dabei die Kapitalmarktreform spielen, die bis 2019 umgesetzt werden soll. Wie die Reform genau aussieht, ist aber noch nicht geklärt.

Die EU-Kommission will auf standardisierte Produkte nach Vorgaben der Europäischen Zentralbank setzen. dpa

EU-Finanz-Kommissar Jonathan Hill

Die EU-Kommission will auf standardisierte Produkte nach Vorgaben der Europäischen Zentralbank setzen.

BrüsselDie EU-Kommission hat den Startschuss für die Reform des europäischen Kapitalmarkts gegeben, um Firmen grenzüberschreitend eine einfachere Finanzierung zu ermöglichen. Die Brüsseler Behörde forderte am Mittwoch Akteure der Finanzbranche, Unternehmen sowie Interessenverbände auf, ihre Vorstellungen in einer dreimonatigen Konsultationsphase zu äußern.

Im Anschluss will die Kommission einen Aktionsplan erarbeiten, dessen wesentliche Elemente bis zum Jahr 2019 umgesetzt werden sollen. Bestandteile sollen auch die seit der Finanzkrise umstrittene Wertpapierverbriefung und eine Überarbeitung der Richtlinie zu Verkaufsprospekten für Finanzprodukte sein.

Die Kapitalmarktinitiative sei „ein Schlüsselbestandteil“ der europäischen Anstrengungen, bessere Bedingungen für Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen, sagte der britische EU-Finanz-Kommissar Jonathan Hill. „Die Kapitalmarktunion soll Finanzmittel frei machen, die zwar ausreichend vorhanden, aber zurzeit gebunden sind.“

Ein Teil der Kommissionsinitiative zielt auch auf sogenannte hochwertige Verbriefungen von Wertpapieren. Hierzu findet eine eigene Konsultation statt. „Wir werden nicht zu den schlechten alten Tagen der subprime mortgages zurückkehren“, sagte Hill mit Blick auf komplizierte Finanzprodukte mit Hypothekendarlehen, die in den USA Auslöser der weltweiten Finanzkrise waren. „Unsere Tür bliebt für hochkomplexe, undurchsichtige und risikoreiche Verbriefungsinstrumente fest verschlossen.“ Ziel seien „standardisierte Produkte“ nach Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB).

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