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29.05.2014

13:24 Uhr

Karlspreisträger

Van Rompuy wirft Russland Destabilisierung vor

Herman van Rompuy ist mit dem Karlspreis geehrt worden. In seiner Dankesrede kritisierte der EU-Ratspräsident Russland scharf. Übergangsregierungschef Jazenjuk äußerte sich ebenfalls – ohne aber Russland zu nennen.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy kritisiert in seiner Dankesrede Russland scharf. dpa

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy kritisiert in seiner Dankesrede Russland scharf.

AachenEU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Russland wegen des Vorgehens in der Ukraine und weiteren Staaten scharf kritisiert. „Destabilisierung durch unseren gemeinsamen Nachbarn Russland ist nicht akzeptabel“, sagte Van Rompuy in seiner Dankesrede für die Verleihung des Karlspreises, mit dem er am Donnerstag in Aachen ausgezeichnet wurde. Europa sei besorgt über die Lage der Ukraine sowie Georgiens und Moldaus, sagte Van Rompuy in Anwesenheit der Regierungschefs der drei Staaten.

Das Vorgehen Russland sei umso bedauerlicher, als das Land „vollständig zur europäischen Zivilisation, zur europäischen Kultur“ gehöre, sagte Van Rompuy. Für die Mitglieder der Europäischen Union seien die Zeiten vorbei, als es noch um die Ausweitung der Grenzen auf Kosten der Nachbarn ging.

Der ukrainische Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk äußerte sich ebenfalls, ohne Russland aber zu nennen. Niemand habe das Recht, „in Europa neue Grenzen zu ziehen“ oder „neue Mauern“ zu errichten, sagte Jazenjuk bei der Preisverleihung. Sein Land müsse für Frieden und Freiheit kämpfen - „mit allen Mitteln und Werkzeugen“. Er sei fest davon überzeugt, dass dies zum Erfolg führen werde.

Jazenjuk dankte Van Rompuy für dessen Unterstützung. Der EU-Ratspräsident habe „alles unternommen, um Blutvergießen in meinem Land zu verhindern“. Das ukrainische Volk vertraue Van Rompuy ganz persönlich.

Von

afp

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