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14.11.2012

01:00 Uhr

Karriere

Eine verhängnisvolle Staatsaffäre

VonNils Rüdel

Wenn Liebes- zu Staatsaffären werden: Erst stürzt CIA-Chef Petraeus über eine Geliebte, jetzt gerät General Allen wegen ,unangebrachter E-Mails` ins Visier des FBI. Wie gefährlich ist eine Affäre für die Karriere?

Weiße Haus stellt sich hinter General Allen

Video: Weiße Haus stellt sich hinter General Allen

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New YorkDer amerikanische Sicherheitsapparat ist in Aufruhr. Erst war CIA-Direktor und Vier-Sterne-General David Petraeus wegen einer außerehelichen Beziehung mit seiner Biographin Paula Broadwell zurückgetreten. Nun ist auch noch die Karriere von General John Allen in Gefahr, dem Befehlshaber der Nato-Truppen in Afghanistan und designierten Chef der US-Streitkräfte in Europa. Er soll Tausende „unangebrachte“ E-Mails mit einer jüngeren Frau namens Jill Kelley ausgetauscht haben. Jener Frau, die die Petraeus-Affäre ins Rollen gebracht hatte.

Es sind, sollten die Vorwürfe stimmen, private Abenteuer zweier mächtiger Männer. Doch angesichts ihrer Position und den Umständen der Enthüllungen haben sich die Fälle längst zu einer Staatsaffäre ausgeweitet. Unklar ist etwa, ob Geheiminformationen in unbefugte Hände gelangten. Das FBI ermittelt, die Beförderung von General Allen liegt derzeit auf Eis.

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Noch ist nicht klar, wie genau die Fälle Petraeus und Allen zusammenhängen. Ebenso wenig ist abzusehen, welche Kreise die Affäre noch ziehen könnte. Fast stündlich kommen neue, verwirrende Details ans Licht. Es geht um Eifersucht, Drohungen und konspirative E-Mails – ein Überblick über den aktuellen Stand, wie es Insider und US-Medien berichteten:

Das FBI hat sie beide im Visier: David Petraeus (l.) und John Allen. AFP

Das FBI hat sie beide im Visier: David Petraeus (l.) und John Allen.

Die Schlüsselfigur in der Affäre ist offenbar Jill Kelley. Die 37-Jährige aus Tampa, Florida, deren Familie seit mehreren Jahren mit dem Ehepaar Petraeus befreundet ist, wendet sich im Mai 2012 besorgt an einen Bekannten beim FBI. Sie fühlt sich bedroht von anonymen E-Mails, in denen ihr vorgeworfen wurde, sie mache Petraeus schöne Augen. Die genauen Inhalte der Nachrichten sind nicht öffentlich bekannt. Es ist dieselbe Jill Kelley, wegen der später auch noch General John Allen in Schwierigkeiten geraten wird.

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Das FBI nimmt sich im Mai Kelleys Sorgen an und ermittelt die mutmaßliche Absenderin der Mobbing-Mails: Paula Broadwell. Die 40-jährige Reserveoffizierin ist die Biographin von Petraeus, monatelang war sie mit ihm unterwegs gewesen und hatte ihn viele Male interviewt. Ihr Buch fällt sehr positiv aus.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

13.11.2012, 19:03 Uhr

Wenn sich ein Vier-Sterne-General (auch so schon Geheimnisträger) mit einer Geliebten einlässt, die so doof ist, spätere "Konkurrentinnen" des zum CIA-Chef aufgestiegenen Lovers mit Droh-Mails zu bedenken - wenn das das Level ist, auf dem in Amerika gravierendste Entscheidungen gefällt werden - dann wird einem schnell klar, warum diese Nation am abstürzen ist.

Account gelöscht!

13.11.2012, 19:09 Uhr

boulevard von übelster machart.
wen juckt's?

0800-DIALWAR

13.11.2012, 21:27 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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